Rajoy distanziert sich von seinen Verfolgern


Die erste Umfrage des Jahres liegt vor

Madrid – Gemäß einer Umfrage, die von SIGMA DOS im Auftrag der Tageszeitung El Mundo durchgeführt worden ist, konnte sich die Partido Popular von Mariano Rajoy erneut von ihren Verfolgern entfernen und liegt nun 12 Punkte vor der zweitplatzierten Partei, Unidos Podemos, und sogar 15 Punkte vor den Sozialisten, die nach wie vor den dritten Platz einnehmen. In beiden Fällen ein beachtlicher Vorsprung, der mittelfristig nur sehr schwer aufzuholen ist. Am Ende wird es vom Verlauf dieser Legislaturperiode abhängen und vom Geschick der verschiedenen politischen Figuren, das Land voranzubringen.

Konkret würden 34,8 % der befragten Personen für die PP stimmen, wenn jetzt Wahlen stattfänden. 22,5 % würden sich für Unidos Podemos entscheiden, 19,4 % für die PSOE sowie 12,6 % für Ciudadanos.

Die PP verfügt jetzt praktisch über das Dreifache der Stimmen ihres „Vorzugssozius“ Ciudadanos, der Mariano Rajoy den Weg zu seiner Investitur geebnet hatte.

Die liberale Partei, die von Albert Rivera geführt wird, hat lediglich einen halben Punkt gegenüber dem Wahlergebnis vom 26. Juni verloren. Nun ergibt sich also für sie eine Wahlbereitschaft von 12,6%. Die Partei muss nun beweisen, dass sie noch in der Lage ist, politisch etwas zu bewegen, um nicht in die Bedeutungslosigkeit abzustürzen.

PP und Sozialisten verfügen gemeinsam über 200 Sitze

Immerhin verfügen die beiden politischen Parteien des ehemaligen Zweiparteien-Systems PP und PSOE gemeinsam über mehr als 200 Sitze im Parlament. Daher richtet die PP ihren Blick auf die Gruppe der Sozialisten von der PSOE, einen ewigen Rivalen und alten Bekannten. Die bevorstehende Debatte über den Staatshaushalt 2017 bietet eine hervorragende Gelegenheit, auf der einen wie auf der anderen Seite Charakter zu zeigen. Insbesondere auch deshalb, weil 43% der Bürger der Ansicht sind, dass die Situation im Land schlecht oder sogar sehr schlecht ist. Weitere 43% halten die Lage lediglich für mittelmäßig.

In den ersten beiden Monaten dieser Legislaturperiode haben PP und PSOE bereits den erfolgten Wechsel genutzt. Doch es hat ja alles erst begonnen. Die Aufgabe der PSOE ist besonders schwierig., denn die Partei muss den richtigen Weg finden zwischen dem „Nein ist Nein“ ihres starrköpfigen Ex-Generalsekretärs Pedro Sánchez und der Gefahr, sich von der PP vor sich hertreiben und mitreißen zu lassen.

Der Partei stehen schwierige Monate bevor, denn sie muss ihre Führung wählen. Sei es die andalusische Regierungspräsidentin Susana Díaz oder einen anderen Kandidaten. Die Zeit, sich zu entscheiden ist nicht unbegrenzt.

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