Radarüberwachung gefährdeter Straßenabschnitte


Auf www.dgt.es können die (ungefähren) Standorte von Radarfallen auf Kraftfahrtstraßen eingesehen werden

Anfang Juli veröffentlichte die Straßenverkehrsbehörde DGT zum ersten Mal in ihrer Geschichte die (ungefähren) Standorte der mobilen Radarfallen, die auf besonders gefährlichen Streckenabschnitten aufgestellt werden. Mit dieser Maßnahme zielt die DGT auf eine höhere Sensibilisierung der Autofahrer und eine Senkung der Unfälle auf Kraftfahrtstraßen ab, auf denen 80% aller Verkehrsopfer ums Leben kommen.

Nachdem die Standorte der festinstallierten Radargeräte zur Geschwindigkeitsüberwachung im Straßenverkehr schon seit Längerem auf der Website der Straßenverkehrsbehörde (www.dgt.es) veröffentlicht wurden, sind am 2. Juli 1.500 Abschnitte von überwachten Kraftfahrtstraßen ebenfalls ins Netz gestellt worden. 

María Seguí, Direktorin der Straßenverkehrsbehörde, erklärte, es handele sich um besonders gefährliche Straßenabschnitte. Die genauen Standpunkte seien laut Seguí „irrelevant“, variabel und würden im Ermessen der Polizisten stehen. Viel wichtiger sei die Sensibilisierung der Fahrzeugführer hinsichtlich der Gefahr der betreffenden Abschnitte, die alle wegen ihrer hohen Quote tödlicher Unfälle oder der hohen Anzahl bedeutender Geschwindigkeitsübertretungen ausgewählt worden seien. Darüber hinaus habe die Erfahrung gezeigt, dass das Wissen über das Vorhandensein von Radarfallen die meisten Autofahrer dazu bringt, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. 

Um den Vorwurf endgültig zu entkräften, es gehe der Verkehrsbehörde mehr um die Erhöhung der Einnahmen durch Geldbußen als um die Verstärkung der Sicherheit im Straßenverkehr, wurde angeordnet, dass sich die Beamten mit den mobilen Radargeräten nicht verstecken, sondern gut sichtbar positionieren. 

Auf der Website wurden neben den Standorten der 18 festinstallierten Radargeräte nun auch die 60 mit mobilen Radargeräten überwachten Abschnitte von Autobahnen und Kraftfahrtstraßen veröffentlicht. Davon liegen 27 auf Teneriffa, 12 auf Gran Canaria, 12 auf Fuerteventura, sechs auf Lanzarote und drei auf La Palma. 

Auf Teneriffa gilt derzeit die TF-21, die von La Orotava durch den Teide-Nationalpark bis nach Granadilla führt, als am gefährlichsten. Die DGT führt drei mobile Radargeräte auf, die praktisch an jeder Stelle der Straße stehen können. Im Fokus stehen auch die TF-24 (La Laguna-El Portillo).

Auf der Südautobahn TF-1 stehen zwei festinstallierte Radargeräte bei Km 13,8 und Km 59,2. Auf der Nordautobahn TF-5 gibt es ebenfalls zwei festinstallierte Radargeräte bei Km 15,0 und Km 20,6, während der Abschnitt Km 39-53 mit einem mobilen Gerät überwacht wird.




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