Proteste gegen das Stierkampfverbot in Barcelona


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Zwei Abgeordnete und der Torero im Triumph aus der Arena getragen

Wie es nicht anders zu erwarten war, fielen die Stierkampfveranstaltungen anlässlich der Fiestas de las Mercé in Barcelona in diesem Jahr „heißer“ aus als gewöhnlich, nachdem das Parlament Kataloniens im vergangenen Juli das Stierkampfverbot beschlossen hatte.

Barcelona – So gab es dann auch Protestkundgebungen beider Gruppen – Stierkampfgegner und Stierkampfbefürworter vor den Toren der Arena. Die Gruppe der Anhänger trug nicht nur den Torero Serafín Marín auf ihren Schultern aus dem „Ruedo“ sondern auch die beiden Abgeordneten des katalonischen Parlaments Rafael Luna vom Partido Popular und Albert Rivera von der nationalistischen Gruppe Ciutadans.

Die diesjährigen Festlichkeiten liefen unter dem Leitmotiv „Feria de la Libertad“ und weder die Politiker der PP noch der Chef der Ciutadans wollten sich die Gelegenheit entgehen lassen, sich vor den Anhängern zu zeigen. Beide Gruppen hatten von Anfang an den Stierkampf unterstützt und kritisierten, dass das gleiche Parlament, das im Juli der Abschaffung der Corrida zugestimmt hatte, erst vor einigen Tagen entschieden hat, die „correbous“ beizubehalten. In der Gruppe der PPler fehlte auch die Kandidatin für das katalanische Parlament, Alicia Sánchez Camacho nicht, der sogar einer der Stiere gewidmet wurde.

Der Torero Serafín Marín, der am Tag der Abstimmung in Tränen ausbrach, als er von dem Stierkampfverbot (ab 2012) erfuhr, wurde von rund 200 Anhängern auf den Schultern bis zu seinem drei Kilometer entfernten Hotel getragen. Sie riefen in Sprechchören „Freiheit“, „Toreros an die Macht“ oder „Freiheit für unsere Kultur“.

Correbous ist eine Stierhatz, bei der die Stiere nicht getötet werden, aber häufig Feuer an ihren Hörnern tragen, was ebenfall als Tierquälerei betrachtet werden muss. Oft stürzen die Tiere und verletzen sich, stehen auf jeden Fall große Ängste aus.




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