Probebohrungen sorgen für Einigkeit unter sonst zerstrittenen Politikern


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Auch vor der Küste der Balearen wollen private Konzerne nach Erdöl suchen

Wie vor den Kanarischen Inseln sollen auch vor der südspanischen Küste und den Balearen Probebohrungen durchgeführt werden. Private Konzerne vermuten dort ebenfalls reiche Erdölvorkommen.

Palma de Mallorca – Auf beiden Inselgruppen haben schon diverse Protestaktionen und Demonstrationen gegen die Sondierungen und eine eventuelle Förderung stattgefunden, fürchtet man doch die möglichen negativen Auswirkungen auf Umwelt und Tourismus. Vor Kurzem waren es jedoch die Politiker der Balearen, die sich aufgrund ihrer unterschiedlichen politischen Schattierungen normalerweise  bekämpfen. Jetzt zeigen sie sich im Protest gegen die Probebohrungen vereint.

Die PSOE (Partido Socialista Obrero Español) beantragte im Regionalparlament, die Zentralregierung zur Schaffung von Schutzgebieten aufzufordern, die wegen ihrer Natur oder wegen der Bedeutung des dortigen Tourismus vor Probebohrungen und Ölförderung zu bewahren sind. Die ansonsten den Sozialisten stets widersprechenden Politiker der Partido Popular (PP) unterstützen das Anliegen ihrer ständigen Kontrahenten, sodass der Antrag angenommen wurde.

Tatsächlich schieben sich die Konservativen und Sozialisten der Balearen die „Schuld“ an der geplanten Ölsuche gegenseitig in die Schuhe. Das maßgebliche Gesetz stammt aus der Regierungszeit  von José María Aznar (PP, 1996-2004), doch unter dem sozialistischen Nachfolger José Luis Rodríguez Zapatero wurden die ersten Genehmigungen für Sondierungen vor der Küste erteilt.




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