Positive Verkehrsbilanz dieses Sommers


15 % weniger Todesopfer als im Vorjahr

Im Juli und August verloren 262 Personen ihr Leben bei Verkehrsunfällen auf Spaniens Straßen. Eine traurige Bilanz, die jedoch von den Verkehrsbehörden als erfreulicher Erfolg gewertet wird.

Madrid – Immerhin waren es 62 (19%) Verkehrstote weniger als im gleichen Zeitraum 2011.

Ein Grund dafür ist nach Angaben des Ministeriums die Tatsache, dass die Zahl der Verkehrsbewegungen von 80 Millionen im Sommer 2011 auf 78,8 Millionen in diesem Jahr zurückgegangen ist. Die Zahl der Todesopfer ist die niedrigste seit 1960, als die Generaldirektion für Verkehr DGT mit den statistischen Aufzeichnungen begann. Damals gab es natürlich wesentlich weniger Fahrzeuge, es wurden weniger Reisen durchgeführt, und die Straßen waren in einem bedeutend schlechteren Zustand.

Maria Seguí, Generaldirektorin der DGT stellte vor einigen Tagen die Bilanz unter der Bezeichnung „Operación Verano 2012“ vor. „Dass die Zahl der Verkehrstoten abgenommen hat, ist eine überaus erfreuliche Nachricht, die Anlass zu der Hoffnung gibt, dass es auch für den Rest des Jahres so positiv weitergeht.

Da die Rückreisewelle aus den Feriengebieten  am Wochenende des 1. und 2. September stattfand, sind diese Tage noch Teil der Ferienbilanz. Es ereigneten sich acht Unfälle auf Landstraßen, bei denen acht Personen ums Leben kamen.

Als Schattenseite der Bilanz bezeichnete Maria Seguí die Tatsache, dass 35 der 152 Verkehrstoten, die bei Unfällen in Personenwagen starben, nicht angeschnallt waren. Von den sechs tödlich verunglückten Kindern unter zwölf Jahren waren alle nicht mit den vorgeschriebenen Systemen gesichert. Bei dieser Gelegenheit bedankte sich die Generaldirektorin bei der Bevölkerung für das vorbildliche Verhalten im Straßenverkehr.

„Die Autofahrer haben ihr Verhalten am Steuer verbessert“, darin stimmt sie mit Ignacio Lijarcio, dem Projektdirektor der Stiftung für Verkehrssicherheit (Fesvial) überein. Das, so hatte er ausgeführt, sei für ihn der Hauptgrund für die Tatsache, dass sich die Zahl der Verkehrstoten reduziert hat. Für einen wichtigen Faktor hält er ebenso wie María Seguí den Rückgang der Verkehrsbewegungen gegenüber dem Vorjahr, was vor allem auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen sei.

Francisco Canes, Präsident der Vereinigung der Verkehrsopfer, stimmt ebenfalls mit dieser Analyse überein. „Die Autofahrer sind sich immer mehr der Gefahren im Straßenverkehr bewusst. Doch auch der Aufklärungs- und Präventionsarbeit der DGT sei der Erfolg zuzuschreiben, denn die Alkohol-, Drogen- und Geschwindigkeitskontrollen sind in den vergangenen Monaten bedeutend verstärkt worden“, lobte er.

Trotz der positiven Bewertung der neuesten Daten wiesen Lijarcio und Canes darauf hin, dass man weiterhin für die Verkehrssicherheit arbeiten müsse und sich keinesfalls auf den Lorbeeren ausruhen dürfe.




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