Polemik um Königsbesuch


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Marokko erbost über die Reise nach Ceuta und Melilla

Am 5. und 6. November besuchten König Juan Carlos und Königin Sofía zum ersten Mal seit der Thronbesteigung vor 32 Jahren die beiden Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla.

Madrid – Bereits Tage zuvor hatte Marokko, das auf die beiden seit etwa 400 Jahren zu Spanien gehörenden Städte Anspruch erhebt, deutlich gegen den Königsbesuch protestiert und schließlich sogar den marokkanischen Botschafter in Spanien zurückberufen. Es handle sich um eine „nicht hinnehmbare Provokation“ wurde unter anderem protestiert.

Dennoch hielten Regierung und Königshaus an dem Vorhaben fest, versuchten jedoch durch versöhnliche Aussagen die entstandene Spannung soweit wie möglich zu beruhigen. In beiden Städten wurde das Königspaar von der Bevölkerung jubelnd empfangen. König Juan Carlos erklärte in seiner ersten Ansprache unter anderem, er sei diesen Besuch den Einwohnern Ceutas und Melillas schon lange schuldig gewesen.

Weit weniger friedlich sah es jedoch an den Grenzübergängen nach Ceuta und Melilla aus, wo sich hunderte Marokkaner eingefunden hatten, um gegen den Besuch des Königs zu protestieren.




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