Per Schönheitsoperation zu westlichen Gesichtszügen


Immer mehr Einwanderer legen sich unters Messer, um den westlichen Schönheitsidealen zu entsprechen

Jüngste Untersuchungen zeugen von einem eigentümlichen Phänomen, das vor ein paar Jahren in Spanien begann und jährlich wächst: Immer mehr meist aus südamerikanischen Ländern stammende Einwanderer legen sich unters Messer, um ihre Gesichtszüge westlichen Schönheitsidealen anzupassen.

Valencia – An erster Stelle der Wunschliste stehen dabei Nasenoperationen. So auch der 28-jährige Orly Cuzco aus Ecuador, dessen Nase deutlich an seine Vorfahren aus der Inka-Zeit erinnerte. In Spanien fiel er damit jedoch zu sehr auf und so zögerte er nicht, seine mühsam ersparten 4.200 Euro dafür auszugeben, eine neue Nase im „europäischen Stil“ zu erhalten.

Die Beweggründe von inzwischen etwa 10% seiner Kundschaft seien auf derartige Anliegen zurückzuführen, erklärte in diesem Zusammenhang der plastische Chirurg Diego Tomás.

Salvador Rodríguez-Campos, ein Chirurg aus Valencia, erklärt das Phänomen als einen weiteren Versuch der Einwanderer, sich ihrer neuen Heimat anzupassen.

Neben den Nasenoperationen wünschen vor allem Frauen häufig auch eine Schmälerung ihres Gesichts, bzw. Asiaten nehmen alle Risiken in Kauf, um „rundere Augen“ zu erhalten. Vor allem letzterer Änderungswunsch ist schon seit längerem in den Vereinigten Staaten und Australien bekannt, sodass es bereits eine ganze Palette an ausgefeilten Techniken für die chirurgische „Verwestlichung“ asiatischer Augen gibt. Diese kommen nun auch vermehrt in Spanien zum Einsatz.




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