Patient im vierten Stockwerk


Während auf politischer Ebene regelrecht „der Teufel los“ ist, erholt sich Iñaki de Juana Chaos, der Auslöser für das augenblicklich herrschende politische Chaos, in einem Krankenhaus in San Sebastián.

San Sebastián – Der 115 Tage währende Hungerstreik hat seine Spuren hinterlassen und sein Gesundheitszustand ist, obwohl er bereits anderthalb Stunden nach Bekanntwerden seiner Hafterleichterung wieder Nahrung zu sich nahm, weiterhin noch mehr als labil. Dennoch dürfte es dem ETA-Terroristen in dem Krankenhaus äußerst gut gehen. Zwar steht er unter Hausarrest, doch im Gegensatz zu den Haftbedingungen, darf er hier von seinen Anhängern besucht und sogar betreut werden. Seine Freundin Irati Aranzabal soll nach Zeitungsberichten sogar so gut wie ständig in seinem Krankenzimmer im vierten Stockwerk des Krankenhauses sein.

Ob seine Hafterleichterung sobald sich sein Gesundheitszustand gebessert hat wieder aufgehoben wird ist ungewiss, jedoch wahrscheinlich, denn der Hausarrest wurde ihm ausschließlich wegen der Gefahr, dass er an den Folgen seines Hungerstreikes stirbt, zugestanden.




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