Pakt über Tourismus

María Jesús Montero ist die spanische Finanzministerin und Regierungssprecherin. Foto EFE

María Jesús Montero ist die spanische Finanzministerin und Regierungssprecherin. Foto EFE

Spaniens Regierung will mit Deutschland, Frankreich, Portugal und Großbritannien ein Abkommen über die Ankunft von Urlaubern schließen

Madrid – Die spanische Finanzministerin und Regierungssprecherin María Jesús Montero will noch vor Juli einen internationalen Konsens über die hindernisfreie Einreise von Urlaubern erreichen. Das treffe insbesondere auf die Länder zu, mit denen Spanien gute Beziehungen unterhalte und aus denen die meisten Urlauber ins Land kommen, wie Deutschland, Frankreich, Portugal und Großbritannien, um den Tourismussektor zu reaktivieren.
Das hatte die Ministerin in einer telematischen Pressekonferenz aus dem Moncloa-Palast versichert. Zuvor hatte ein Treffen des Kabinetts mit den Präsidenten der autonomen Regionen stattgefunden. Sie versicherte bei dieser Gelegenheit, man sei darum bemüht, einen internationalen Konsens mit den Staaten der Schengen-Zone zu erreichen statt der bilateralen Abkommen mit einzelnen Staaten. Damit konkretisierte María Jesús Montero die Ankündigung von Präsident Sánchez in der vergangenen Woche, der in einer Fernsehrede erklärt hatte, man werde im Juli den Tourismus aus dem Ausland wieder aktivieren mit „sicheren Herkunfts- und Zielländern“. Zurzeit werde auf internationaler Ebene mit der Europäischen Kommission an Protokollen gearbeitet und sie hoffe, dass ein genereller Konsens in den nächsten Tagen erreicht werden könne, wie es die Zeitung El País bereits vor einigen Tagen berichtet hatte.
Auch zu einem Thema, das vielen Unternehmern auf den Nägeln brennt, äußerte sich die Finanzministerin. Sie stellte in Aussicht, dass das sogenannte ERTE – die zeitweise Regelung über Kurzarbeit, welche die Coronakrise zur Ursache hat, über den 30. Juni hinaus verlängert werden könne. Das werde allerdings nicht generell möglich sein, sondern nur für Sektoren, die besonders hart von den Folgen der Pandemie betroffen sind, wie der Tourismus.

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