Pablo Iglesias schenkte König Felipe „Game of Thrones“


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Der Monarch besuchte das Europaparlament

Der Führer der Aufsteigerpartei „Podemos“ und Abgeordnete im Europaparlament, Pablo Iglesias, nutzte den Besuch von König Felipe in Brüssel, um ihn zu begrüßen und ihm eine Kopie der Fernsehserie „Game of Thrones“ zu schenken (Foto), die zurzeit weltweit in aller Munde ist.

Obwohl der Politiker dabei jegliches Protokoll missachtete, nahm der Monarch das Geschenk dankend entgegen und erklärte: „Ich finde das sehr gut, denn ich habe die Serie noch nicht gesehen.“

Später erklärte der Chef von Podemos, er habe dem König die vier Staffeln der Serie geschenkt, damit er die Gründe für die politische Krise in Spanien erkenne.

Dieses erste Treffen zwischen Iglesias und König Felipe VI. fand während dessen Besuch bei den Institutionen der Europäischen Union statt: Dem Parlament, dem Europarat und der Europäischen Kommission. Der König sprach rund eine halbe Stunde mit den spanischen Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Der Generalsekretär von Podemos, Pablo Iglesias, hatte bereits im Vorfeld seine Teilnahme an dem Treffen bestätigt, während andere spanische Parlamentarier dies abgelehnt hatten, wie die von der Vereinigten Linken IU, Convergencia Democratica CDC aus Katalonien sowie weitere politische Gruppierungen aus Katalonien. 

Mit einiger Spannung war das Zusammentreffen von König Felipe und dem Führer von Podemos erwartet worden. Bereits im Februar hatte dieser um eine Audienz ersucht, doch bislang noch keine Antwort aus dem Königshaus erhalten.

Während seines Treffens mit den sieben parlamentarischen Gruppen hatte der Monarch die Bedeutung des Kampfes gegen den Terrorismus hervorgehoben, den er als „Bedrohung“ innerhalb des Territoriums der EU unterstrich. „Europa muss daran arbeiten, seine gemeinsame Außenpolitik zu konsolidieren um zur globalen Stabilität und Sicherheit beizutragen“, erklärte er unter anderem.

Der König, der diesen Besuch ohne die Begleitung von Königin Letizia absolvierte, ließ sich die Funktionen der EU-Regierung erklären. Martin Schulz, der Präsident des Europaparlaments, empfing ihn bereits am frühen Morgen, führte ihn persönlich durch die verschiedenen Institutionen und erläuterte die Fragen und Probleme, die zurzeit anstehen. Wie aus diplomatischen Kreisen verlautet, hat König Felipe die Einladung von Schulz angenommen, eine Rede vor dem Europaparlament zu halten. Ein Datum wurde dafür jedoch noch nicht festgelegt.

Auch vom Ratspräsidenten, dem Polen Donald Tusk, wurde König Felipe begrüßt und später auch vom Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker. Mit einem Essen, an dem alle Europa-Kommissare teilnahmen, endete der offizielle Besuch in Brüssel.




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