Olivenbauern befürchten Missernte


© Moisés Pérez

Ertragsausfälle wegen schlechten Wetters

Die Olivenernte wird offenbar in diesem Jahr die Erwartungen der Bauern nicht erfüllen. Nach dem Rekorderntejahr 2012 mit spanienweit 1,6 Millionen Tonnen wurde in diesem Jahr mit einem Erntevolumen von 820.000 Tonnen gerechnet.

Madrid – Nun, nachdem etwa die Hälfte der Olivenernte eingebracht ist, zeichnet sich ab, dass es in diesem Jahr nur zwischen 500 und 600 Tausend Tonnen sein werden.

Gemessen daran, dass der Olivenanbau seine Flächen stetig erweitert hat bis auf aktuell 2,5 Millionen Hektar, darunter immer mehr Olivenplantagen mit intensiver Bewirtschaftung und hohen Erträgen, handelt es sich um einen immensen Ertragsausfall.

Die Gründe für diese Misere liegen in den ungünstigen Wetterbedingungen, die das gesamte vergangene Jahr bestimmt haben. Im Frühjahr war es im ganzen Land zu kalt und zu trocken, im Sommer setzte sich die Trockenheit fort, und die Regenfälle im Herbst haben nicht dafür ausgereicht, dass die Oliven viel Öl bilden konnten.

Im vergangenen Jahr lag die Nachfrage bei 1,45 Millionen Tonnen, davon gingen 875.000 in den Export. In diesem Jahr gibt es eine Reserve von 679.000 Tonnen, doch zusammen mit den voraussichtlichen Erträgen dieses Jahres wird das die Nachfrage nicht befriedigen können. Dies führt dazu, dass sich die normalerweise üblichen Importe um 40.000 Tonnen verdreifachen könnten. Der Marktpreis für Oliven, der in den vergangenen zwei Jahren stabil war, hat sich fast verdoppelt und steigt aufgrund der schlechten Prognose weiter. Die Binnennachfrage ist dadurch schon abgesunken, und man befürchtet den Verlust von Marktanteilen an Olivenölproduzenten in Nordafrika.




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