Offizieller Ausländeranteil beträgt 12 %


Zahl der Ausländer in Spanien weiter gestiegen

Das Nationale Institut für Statistik hat seinen jährlichen Bericht über die Bevölkerung in Spanien herausgegeben. Danach lebten im September 2009 5.648.671 Ausländer in Spanien, das sind etwa 12 % – bei einer Gesamtbevölkerung von 46.745.807.

Madrid – Die Ausländerzahl ist im Jahr 2009 um ca. 400.000 angestiegen. 1991 gab es offiziell nur 350.000 Ausländer, also 0,9 % der Gesamtbevölkerung. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Fremden verzehnfacht.

Den höchsten Zuwachs verzeichneten die Rumänen, speziell nach dem EU-Beitritt des Landes. Sie bilden mit knapp 800.000 die größte Einwanderergruppe Spaniens, gefolgt von den Marokkanern mit 718.000, Ecuadorianern mit 421.000 und den Briten mit 376.000 Personen. Auch die Zahl der Einwanderer aus Paraguay, China und Peru zeigt hohe Zuwachsraten.

Wie der Direktor des Zentrums für Migrationsstudien, Joaquín Arango, mitteilte, sind diese Zahlen aber wenig verlässlich, da zum einen viele Ausländer illegal im Lande leben oder, als EU-Bürger, legal, jedoch ohne sich in ihrer Gemeinde zu melden. Andererseits verlassen viele Ausländer auch Spanien, ohne sich ordnungsgemäß abzumelden. Nichtresidente Ausländer müssen alle zwei Jahre ihre Anmeldung verlängern, sonst werden sie möglicherweise zwangsabgemeldet. Monatlich werden dem Amt über eine Million Zu- und Abgänge gemeldet, von denen 800.000 wegen möglicher Fehler mit den Ayuntamientos (Rathäusern) abgeglichen werden müssen. Häufig kommt es auch zu Schreibfehlern bei ausländischen Namen, wodurch Doppelzählungen vorkommen können.




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