Öffentliche Bibliotheken gehen mit der Zeit


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Im kommenden Jahr sollen die E-Books eingeführt werden

Die mehr als 5.000 öffentlichen Bibliotheken Spaniens werden ab dem nächsten Jahr den Download von E-Books anbieten. Das Bildungs- und Kulturministerium hat angekündigt, erst einmal 1.500 Titel mit insgesamt 200.000 Lizenzen bzw. Exemplaren für über zwei Millionen Euro einzukaufen.

Madrid – Alejandro Carrión vom Planungsstab der Bibliotheken im Ministerium erklärte, in dieser ersten Phase des Projekts wolle der Staat eine Basis schaffen, die dann mit der Zeit von den einzelnen Bibliotheken ausgebaut werden würde. Zuerst sollen nur spanische bzw. ins Spanische übersetzte Bestseller eingebracht werden. Je nach Nachfrage werden die Stadtbibliotheken danach auch in andere Sprachen übersetzte E-Books einkaufen, in das Netzwerk eingliedern und die Datenbank erweitern.

Der Leser muss sich auf der entsprechenden Website anmelden. Nach der Anmeldung findet er die Gesamtliste aller Titel. Die Datenbank wird in acht Sektionen gegliedert sein: 1) Ficción para adultos (Belletristik für Erwachsene), 2) Ciencia y tecnología (Wissenschaft und Technologie), 3) Ciencias sociales y Humanidades (Sozial- und Geisteswissenschaften), 4) Salud, desarrollo personal, ocio, informática (Gesundheit, persönliche Entwicklung, Freizeit, Informatik), 5) Idiomas (Sprachen), 6) Ficción infantil y juvenil (Kinder- und Jugendbücher), 8) Audiolibros (Hörbücher). Hat der Leser sich für einen Titel entschieden, sendet er eine Anfrage und kann dann den Titel auf den PC, das Tablet oder das Smartphone herunterladen.

Der öffentlichen Verwaltung geht es nicht nur darum, die öffentlichen Bibliotheken in die Zukunft zu führen, sondern auch, den Leser zum legalen Herunterladen von E-Books zu bewegen. Denn während 58% der spanischen Leserschaft sich mittlerweile für das digitale Buchformat entschieden hat, bezahlt davon nur ein Drittel für die Titel.




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