Neues Regelwerk für die spanische Sprache


Bis vor Kurzem richtete sich das Spanische, eine der meist gesprochenen Sprachen der Welt, nach einem grammatikalischen Regelwerk aus dem Jahr 1931.

Madrid – Vielleicht sollte sogar eher gesagt werden, aus dem Jahr 1917, denn 1931 wurde der vorherigen Version lediglich ein Kapitel hinzugefügt. Seitdem wurden immer wieder nur schüchterne Versuche unternommen, das Spanische mit einem aktualisierten Regelwerk zu beglücken.

Kurz vor Weihnachten hat sich das nun geändert. Die Real Academia Española, die „Königlich Spanische Akademie“, die für die Überwachung und Normierung der spanischen Sprache zuständig ist, hat eine „Grammatik für das 21. Jahrhundert“ herausgebracht. Es handelt sich vorerst um zwei fast fünf Kilo schwere Bände, die sich der Syntax und der Morphologie widmen. Im Frühjahr soll ein weiterer Band veröffentlicht werden, der sich gänzlich mit Phonetik und Phonologie der spanischen Sprache beschäftigt.

Elf Jahre brauchten die zahlreichen Mitwirkenden, um das neue, 3.800 Seiten schwere Regelwerk zu verfassen. Im kommenden Jahr sollen zwei verkürzte Fassungen der neuen offiziellen spanischen Grammatik mit 750 bzw. 250 Seiten veröffentlicht werden.




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