Neues Frauen-Notfalltelefon hoffnungslos überlastet


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Die Initiative der Regierung hat Anfangsschwierigkeiten

Ende September stellte die spanische Regierung eine neue Initiative zur Hilfe von Opfern häuslicher Gewalt und Misshandlung vor. Über die kostenlose Notrufnummer 016 sollten die meist weiblichen Opfer möglichst schnell und unbürokratisch nicht zuletzt in akuten Fällen Hilfe finden.

Madrid – Bislang gilt es hierbei jedoch noch einige Anfangsschwierigkeiten zu überwinden, denn bereits wenige Tage nach der offiziellen Vorstellung der neuen Notrufnummer war die Leitung hoffnungslos überlastet.

Darauf angesprochen erklärte die Regierungsabgeordnete im Bereich Gewalt gegen Frauen, Encarna Orozco, umgehend, dass dieses Manko möglichst schnell behoben werden soll. Zu Beginn waren für die Betreuung der Notrufnummer, die 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr besetzt sein soll, 15 Personen eingestellt worden. Die Belegschaft werde jedoch natürlich umgehend erhöht, versprach Orozco. „Dass nach der Vorstellung der Notrufnummer so viele Menschen anrufen ist ein klares Anzeichen dafür, wie notwendig sie ist“, meinte sie unter anderem wörtlich.

Die Notrufnummer ist seit dem 3. September in Betrieb. Allein in den ersten sechs Tagen sind 445 Anrufe registriert worden. Das besondere bei dieser Dienstleistung ist, dass der Anruf bei dieser Nummer nicht zurückverfolgt werden kann, noch auf irgendeiner Telefonrechnung erscheint, damit die Täter keine Möglichkeit haben, den Hilferufen ihrer Opfer auf die Spur zu kommen.

Bei der Vorstellung der 016-Nummer wurde klargestellt, dass hier nicht nur die Opfer selbst, sondern auch Freunde und Familienangehörige Unterstützung finden sollen.




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