Neuer Schlag gegen Kinderpornographie


© EFE

33 Männer verhaftet, die vía Internet päderastisches Bildmaterial kauften

Es ist zwar schon ein paar Wochen her, aber aus ermittlungstechnischen Gründen wurde die Nachricht erst jetzt bekannt: Der spanischen Polizei ist im Dezember vergangenen Jahres ein erneuter Schlag gegen Kinderschänder gelungen.

Madrid – Wie jetzt bekannt gegeben wurde, sind insgesamt 33 Personen in verschiedenen spanischen Städten verhaftet worden, die mit ihrer Kreditkarte päderastisches Bildmaterial gekauft hatten. Unter den Verhafteten befinden sich Lehrer, Sport-Trainer, Banker, ein Arzt, ein Rentner und ein Priester. Alle sind volljährig, die meisten zwischen 30 und 50 Jahre, und bis auf eine Frau sind alle im Rahmen der Operation „Falcón“ Festgenommenen Männer.

Die spanische Polizei wurde Anfang vergangenen Jahres von ihren amerikanischen Kollegen auf die Spur der Kinderschänder gebracht, denn die Bezahlung mit Kredikarte wurde über Unternehmen mit Sitz in den USA und Weißrussland abgewickelt.

Auf den Fotos, die sich die verhafteten Personen auf ihre Computer geladen hatten, waren Kinder zwischen acht und 13 Jahre abgebildet, die ihrem Aussehen nach zu urteilen aus osteuropäischen Ländern stammen. Jedes heruntergeladene Bild kostete etwa 200 Euro.

Die verhafteten Personen müssen sich nun wegen „Förderung des Vertriebs von päderastischem Bildmaterial im Internet“ verantworten.

Seit Oktober 2004 sieht das spanische Strafgesetzbuch für den Besitz von illegalem Bildmaterial dieser Art Freiheitsstrafen zwischen drei und zwölf Monaten vor. Wenn die abgebildeten Kinder jünger als 13 Jahre sind, können die Strafen auf bis zu acht Jahre ansteigen.

Die Operation „Falcón“ war bereits die neunte Aktion, die die spanische Polizei 2005 gegen Kinderpornographie im Internet durchgeführt hat.




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