„Monas de Pascua“


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Gastronomischer Osterbrauch

Auch wenn die Goldhasen und andere österliche Süßigkeiten mittlerweile auch in die spanischen Supermarktregale eingezogen sind, gehören sie dennoch nicht zur Landestradition.

Den Platz der Ostereier nehmen in Spanien zwei Arten von süßem Backwerk ein, die „Torrijas“ und die „Monas de Pascua“. „Torrijas“ sind eigentlich nichts anderes als das, was wir in Deutschland als „Arme Ritter“ kennen. Die in Eier und Milch eingeweichten Weißbrotscheiben werden allerdings nicht in Butter, sondern in Öl gebraten.

Der andere gastronomische Osterbrauch in Spanien sind die Osterkuchen, „Monas de Pascua“, die besonders auf der Iberischen Halbinsel (Katalonien, Valencia, Alicante) Tradition haben. Dieses Osterbackwerk besteht aus kleineren und größeren Kunstwerken aus Biskuitteig, Zuckerwerk, Schokolade usw.  In Katalonien bestehen die „Monas“ hauptsächlich aus Schokolade.

Über den Ursprung dieses Brauchs gibt es die verschiedensten Erzählungen und Theorien. Fest steht, dass es sich um eine uralte Tradition handelt, die wahrscheinlich den arabischen Eroberern zu verdanken ist. In Alberique (Valencia) beispielsweise wird erzählt, dass zu Zeiten der Araber die Königin erkrankte und nichts mehr essen wollte. Der König versprach eine Belohnung für denjenigen, der seiner Gemahlin zu neuem Appetit verhilft. Eine alte Frau, bekannt als Mona, soll aus den frischesten und edels­ten Zutaten ein Brot zubereitet haben. Die Königin gesundete, und das Brot wurde als „Panquemado“ oder „Mona“ bekannt.

Einige Geschichtsforscher vertreten die Theorie, dass der Name „Mona“ von dem arabischen Wort „muna“ abgeleitet ist. „Munas“ sind die Geschenke, die der Sultan zu einem bestimmten Jahresfest  – ähnlich dem christlichen Osterfest, jedoch im Kalender weit davon entfernt – von seinen Untertanen bekommt. Diese Geschenke bestehen haupt­sächlich aus delikaten Speisen und Süßigkeiten. Es heißt, dass die Araber dieses Wort von den Römern übernommen haben, die unter „Muna“ eine bestimmte Art Kuchen kannten.

Die Bäcker- und Konditorinnung von Katalonien rechnet dieses Jahr mit dem Verkauf von rund 470.000 „Monas de Pascua“. Zu den beliebten Motiven für Kids zählen dieses Jahr Star Wars, Frozen, die lustigen Minions und die Paw Patrol.

Die Bäcker- und Konditor­innung weist in einer Mitteilung darauf hin, dass ihre handwerklich hergestellten „Monas“ zu 100% aus qualitativ hochwertigem Kakao bestehen und weder künstliche Geschmacksverstärker noch Farbstoffe enthalten, während die in großen Supermärkten angebotene Massenware meist nur einen kleinen Anteil echten Kakao enthält.




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