Mindestlohn steigt 2009 nur um 4%


Die Gewerkschaften hatten eine Erhöhung von 8% gefordert

Der gesetzliche Mindestlohn wird 2009 den geringsten Anstieg seit fünf Jahren erfahren. Angesichts der drastischen Vollbremsung der Inflation wird er dennoch an Kaufkraft gewinnen.

Madrid – Ende 2008 legte die Regierung für das kommende Jahr einen Anstieg des Mindestlohns von 4% auf monatlich 624 Euro fest (bei 14 Monatsgehältern). Ursprünglich war nur eine Erhöhung von 3,5% vorgesehen, so dass sich die Gewerkschaften trotz ihrer Forderung von 8% gezwungen sahen, die „Geste“ der Regierung wohlwollend aufzunehmen.

Tatsache ist jedoch, dass der angekündigte Anstieg weit unter dem durchschnittlichen Jahresanstieg von 7,5% liegt, der notwendig wäre, um das Wahlversprechen der Sozialis­ten zu erfüllen, demzufolge der Mindestlohn 2012 auf 800 Euro angestiegen sein sollte. Dennoch, in den fünf Jahren, in denen die Sozialisten nun schon in Spanien das Sagen haben, ist der gesetzliche Mindestlohn um insgesamt 200 Euro angestiegen.

In den fünf Jahren davor, als die Konservativen noch die Regierung stellten, wurde nur ein Anstieg von 36 Euro verzeichnet.

Arbeitsminister Celestino Corbacho begründete die Tatsache, dass der gesetzliche Mindestlohn 2009 den gerings­ten Anstieg seit fünf Jahren erfahren wird, mit der derzeit schwierigen Wirtschafts- und Finanzlage.




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