Mehr als drei Viertel der verbrannten Fläche entfallen auf die Kanaren


Spanien verzeichnete in den ersten acht Monaten dieses Jahres halb soviele Waldbrände wie im selben Zeitraum 2006

Den statistischen Daten des Umweltministeriums zufolge (Stand 19. August 2007) wurden in Spanien in den ersten acht Monaten dieses Jahres 6.031 Feuer verzeichnet, die eine Wald- und Forstfläche von insgesamt 56.534 Hektar verwüsteten.

Madrid/Kanarische Inseln – Im Vergleich zum selben Zeitraum 2006 bedeutet dies mehr als die Hälfte weniger, wobei zu beachten ist, dass im letzten Sommer allein die verheerenden Waldbrände im nordspanischen Galicien Tausende Hektar niederbrannten.

Trotzdem ist das vorläufige Ergebnis des Jahres 2007 das glimpflichste der letzten zehn Jahre. Spanienweit wurden acht Großfeuer verzeichnet, in den letzten Jahren waren es nie unter elf, im letzten Jahr satte 52. Gabriel Lebric, Berater der Forstwirtschaftskammer, führt die geringere Zahl der Waldbrände vor allem auf die Wetterverhältnisse in diesem Sommer zurück. „Wir haben an fast keinem Ort mehr als drei Tage in Folge über 35° C gemessen, hinzu kamen häufige Niederschläge, wodurch kaum Bedingungen für Waldbrände gegeben waren“, erklärt Lebric.

Auf den Kanaren hingegen sorgte gerade eine mehrtägige, völlig untypische Hitzewelle dafür, dass sich das Feuer in den Bergen Teneriffas und Gran Canarias rasend schnell ausbreitete. Obwohl „nur“ 2,14% aller in Spanien im Laufe dieses Jahres registrierten Waldbrände auf den Kanarischen Inseln entstanden, macht die auf dem Archipel betroffene Fläche über drei Viertel der gesamten in Spanien verbrannten Fläche aus – die Rede ist von 78,4%.




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