Maßnahmen gegen überhöhte Wasserpreise an Flughäfen


Aena macht den Verkauf günstiger Wasserflaschen zur Bedingung für die Vergabe neuer Konzessionen

Madrid – Der spanische Flughafenbetreiber Aena trägt einer der häufigsten Beschwerden seiner Passagiere Rechnung: den überhöhten Preisen für Mineralwasser. Alle Läden und Automaten innerhalb der Flughäfen werden künftig dazu verpflichtet, kleine Wasserflaschen zum Maximalpreis von einem Euro anzubieten.

Diese Forderung wurde bereits in die Bedingungen für neue Ausschreibungen von Verkaufsflächen aufgenommen. Für Geschäfte, die Zeitschriften und Andenken verkaufen, wird es obligatorisch sein, in ihren Auslagen und Kühlregalen 330-Milliliter-Flaschen mit Wasser zum Preis von höchstens einem Euro anzubieten. Ähnliches gilt für Getränke- und Snackautomaten. Dort müssen jedoch Halbliterflaschen zum gleichen Preis vorhanden sein.

Zurzeit gibt es bereits neunzehn Läden in sieben Flughäfen, Madrid-Barajas, Palma de Mallorca, Bilbao, Teneriffa Süd, Santiago, Vigo und Girona-Costa Brava, welche die genannte Klausel in ihren Verträgen haben. Weitere sechzehn Ladenlokale in den Airports Madrid-Barajas, Alicante-Elche, Valencia, Barcelona-El Prat und Málaga-Costa del Sol werden gerade neu vergeben.

Die günstigen Halbliterflaschen sind bereits für 134 Getränkeautomaten auf den sechs Flughäfen Teneriffa Süd, Gran Canaria, Fuerteventura, León, Vitoria und Salamanca obligatorisch. In den neuen Verträgen für die Aufstellung der Automaten ist vorgeschrieben, dass in jeder Maschine mindestens die Hälfte des Wasserangebots aus günstigen Halbliterflaschen bestehen muss.

Schon im Juni 2015 hatte der internationale Dachverband der Flughafenbetreiber, der Airports Council International (ACI), dem auch Aena angehört, eine Empfehlung herausgegeben, ein Angebot von Wasserflaschen zum Maximalpreis von einem Euro sicherzustellen.

Auch der spanische Volksanwalt hatte eine Untersuchung eingeleitet, nachdem wiederholt Beschwerden wegen der überhöhten Preise auf Flughäfen für einige Produkte, die der Befriedigung von Grundbedürfnissen dienen, eingegangen waren. Dem letzten Jahresbericht des Volksanwalts zufolge hat sich Aena verpflichtet, einen Maximalpreis von 1,60 Euro durchzusetzen. Doch nun hat der spanische Flughafenbetreiber über dieses Versprechen hinaus die Empfehlung des ACI aufgegriffen und Preise von nicht über einem Euro etabliert.

Darüber hinaus will Aena auf den Wunsch vieler Kunden eingehen, mehr Trinkwasserhähne mit kostenfreiem Wasser zu installieren.

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