Marbella-Skandal: 460 Millionen Euro gestohlen


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Immer noch wird in dem größten Korruptionsfall Spaniens ermittelt

Einer der größten Korruptionsskandale, die vor inzwischen schon etwa anderthalb Jahren Spanien erschütterten, ist der sogenannte „Caso Malaya“, der zur Auflösung des Gemeinderats von Marbella führte, da die meisten seiner Mitglieder in den Fall verwickelt waren.

Marbella – Inzwischen ist der größte Teil der Verdächtigen auf Kaution freigelassen worden. Sie werden sich aber vor Gericht verantworten müssen. Weiterhin im Gefängnis befinden sich jedoch immer noch Ex-Bürgermeister Julián Muñóz und der mutmaßliche Kopf des Korruptionskomplotts, der ehemalige Berater in Städtebaufragen, Juan Antonio Roca.

Ermittlungsleiter Óscar Pérez Corrales hat auf Bitten der provisorischen Stadtverwaltung jetzt eine Auflistung der Güter und Gelder, die im Rahmen der dunklen Machenschaften aus den städtischen Kassen entwendet wurden, vorgestellt. Die Summe beläuft sich auf 460 Millionen Euro.

Erstaunlicherweise stimmt die Summe fast auf Heller und Pfennig mit dem Betrag über­ein, der sich im Laufe der letzten 15 Jahre vor Bekanntwerden des Skandals an öffentlichen Schulden in dem ehemals so mondänen Badeort angesammelt hatten.




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