Mäßige Nachfrage nach Goldenem Visum


81 Millionäre haben sich bisher mit Investitionen eine Aufenthaltserlaubnis verdient

Seit gut sieben Monaten gibt es in Spanien für Ausländer, die nicht aus der EU stammen, die Möglichkeit, über Investitionen ab einer halben Million Euro zügig zu einer Aufenthaltsgenehmigung zu kommen.

Madrid – In dieser Zeit wurden 81 dieser Visa erteilt. Doch nur drei von ihnen gingen an die anvisierte Zielgruppe, nämlich Investoren, die ihr Geld in geschäftliche Aktivitäten stecken und so die Wirtschaft des Gastlandes bereichern und Arbeitsplätze schaffen. Sechs weitere haben Kapitalanlagen getätigt, die restlichen 72 Einwanderer entschieden sich, in Luxusimmobilien zu investieren.

Die Hälfte der neuen Residenten stammt aus Russland und China, weiterhin vertreten sind unter anderem Bürger aus Ägypten, dem Iran, Katar, Ecuador, dem Libanon und der Ukraine.

Das Investoren-Visum, das auch für die Angehörigen gilt, beinhaltet im ersten Jahr keine Arbeitserlaubnis und verpflichtet auch nicht zum dauernden Aufenthalt in Spanien, wohl aber zu mindestens einem Besuch pro Jahr. Gleichzeitig ermöglicht das spanische Visum, sich in allen Schengen-Ländern freizügig zu bewegen, für Nicht-EU-Bürger ein hochinteressantes Angebot.

Auch in anderen EU-Ländern wie Großbritannien, Griechenland, Portugal und Malta gibt es ähnliche Regelungen.

In Regierungskreisen hört man die Bezeichnung „Goldenes Visum“ nicht gern, da es bei dem entsprechenden Gesetz doch darum gehe, geschäftliche Aktivitäten und Arbeitsplätze anzuziehen. Nicht nur für Investoren, sondern auch für Unternehmer, Topmanager und Wissenschaftler sei eine Vereinfachung und Beschleunigung der Formalitäten für die Erteilung von Einreise- und Aufenthaltsgenehmigungen vorgesehen.

Abgesehen von den 81 Investoren-Visa sind seit Inkrafttreten des Gesetzes zur „Unterstützung der Unternehmer“ Aufenthaltsgenehmigungen für 17 Unternehmer, 330 hochqualifizierte Arbeitskräfte, 35 Forscher und für 339 Angestellte, die innerhalb von Unternehmensgruppen versetzt wurden, erteilt worden.

Mindestens 43 Millionen Euro sind auf diese Weise schon ins Land geholt worden. Hinzu kommen schon genehmigte Projekte, die bis 2019 um die 640 Arbeitsplätze generieren werden und Investitionen von weiteren rund 40 Millionen Euro bedeuten.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.