LOEWE verdoppelt seine Produktion


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Luxusartikel im Aufwind

Luxus hat trotz Wirtschaftskrise Konjunktur, denn nicht nur die Armut verzeichnet ein rasantes Wachstum, sondern auch der Wohlstand. Ein Beispiel dieser Entwicklung ist die spanische Modefirma Loewe, Teil der Unternehmensgruppe LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy), die in der spanischen Hauptstadt hochwertige Lederartikel produziert.

Madrid – Das renommierte Modelabel, das Ende des 19. Jahrhunderts in Madrid von dem deutschen Handwerker Enrique Loewe Roessberg mitbegründet wurde, hat gerade die Kapazität seiner Produktionsstätte in Getafe verdoppelt, die sich vor allem mit dem Lederzuschnitt beschäftigt. Dadurch werden zusätzlich zu den dort schon beschäftigten 250 Mitarbeitern bis 2015 rund 180 Arbeitsplätze zusätzlich entstehen. Die Firma profitiert vom allgemeinen Wachstum der Luxusartikelbranche sowohl in Spanien (etwa 2%) als auch weltweit (voraussichtlich 10% in 2012). Loewe investiert zurzeit auch in die Renovierung seiner Ladenkette, 26 Geschäfte gibt es in Spanien und weitere 167 in insgesamt 30 Ländern.

Bei der Eröffnung der neuen Fabrikationshallen, die die Produktionsfläche des Werks auf 15.000 Quadratmeter mehr als verdoppeln, war auch der Industrieminister José Manuel Soria anwesend und äußerte: „Die Jahrhundertmarke Loewe war, ist und, da bin ich mir sicher, wird weiterhin ein Beispiel für Qualitätsarbeit und Handwerkskunst der Produktion in Spanien sein.“ Der neuen Fabrik ist auch eine Ausbildungsstätte angeschlossen, die zu Beginn zwanzig, künftig aber bis zu 100 Auszubildende im Jahr in der Kunst des Lederhandwerks unterweisen soll.

Loewe erzielt 70% seines Umsatzes mit Lederhandtaschen. Der Verkaufsschlager der Kollektion ist das Modell „Amazona“ in vielen Varianten. Am schnellsten wächst zurzeit die maskuline Sparte, vor allem Taschen für den Herrn sind hier gefragt.




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