Legislaturperiode mit 62% „Neulingen“


Im Parlament sitzen nur noch einige der „historischen“ Abgeordneten

Die XI. Legislaturperiode des Abgeordnetenkongresses begann am 13. Januar mit einer großen Zahl von neuen Gesichtern.

Rund 60% der Volksvertreter haben gewechselt, wesentlich mehr als bei vorausgegangenen Wahlen. Eine große Zahl historischer Abgeordneter hat die Szene verlassen, wie Alfonso Guerra oder Gaspar Llamazares. Einige von ihnen saßen seit den ersten demokratischen Wahlen im Parlament und gelten als die lebende Erinnerung an die wichtigsten Momente der parlamentarischen Geschichte Spaniens.

Das Profil der Abgeordneten:

Im neuen Parlament sitzt die größte Zahl der weiblichen Abgeordneten in der demokratischen Geschichte Spaniens jedoch ist der Gleichstand noch nicht ganz erreicht. 40 %der Sitze sind von Frauen besetzt. In den ersten beiden Legislaturperioden lag diese Zahl bei sechs Prozent. 

Das Durchschnittsalter der Abgeordneten beträgt 47,4 Jahre, ähnlich wie das durchschnittliche Alter der spanischen Wählerschaft, das bei 48 Jahren liegt.

Die XI. Periode weist auch einen Rekord auf, was das Bildungsniveau der Volksvertreter betrifft: 95 Prozent von ihnen haben ein abgeschlossenes Universitätsstudium. Dieser Wert liegt allerdings im krassen Gegensatz zum Bildungsstand der spanischen Gesellschaft. Nur 19 Prozent aller Bürger haben eine Universität besucht.

Freiberufler sind in großer Zahl im Kongress vertreten, die meisten aus dem juristischen Bereich. 22 Prozent gehören dieser Berufsgruppe an. Weitere 16 Prozent kommen aus dem Lehr- und Erziehungssektor. Diese beiden Gruppen machen die Mehrheit der Abgeordneten aus, doch hat ihre Zahl gegenüber früheren Legislaturperioden abgenommen, wo sie mehr als 50 Prozent ausmachten. Als kurios wird die Tatsache bezeichnet, dass 19 Prozent der Abgeordneten keinen konkreten Beruf angegeben haben, sechs Prozent bezeichnen sich als Unternehmer oder Direktionsmitglied.




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