Las Vegas in Aragonien


Gran Scala soll die zweitgrößte Kasinostadt der Welt heißen

In der wüstenähnlichen Ebene von Los Monegros in der autonomen Region Aragonien soll eine Art Las Vegas II entstehen. Am 12. Dezember hat die Regionalregierung jedenfalls endgültig ein entsprechendes Makro-Projekt abgesegnet, demzufolge in der bislang äußerst verlassenen Gegend in absehbarer Zeit eine Spiel- und Vergnügungsstadt in bester Las Vegas-Manier entstehen soll.

Zaragoza – Konkret geplant sind 32 Kasinos, 70 Hotels, 232 Restaurants, 500 Geschäfte, ein Golfplatz, eine Pferde-Rennbahn, eine Stierkampf-Arena, ein Camping-Platz, Nachahmungen der ägyptischen Pyramiden, der römischen Tempel und sogar des Pentagons, das ein Hotel beherbergen wird, sowie ein den Spionen gewidmeter thematischer Park.

Gran Scala soll diese Ver-gnügungsstadt in der Wüste Aragoniens heißen, für deren Verwirklichung die Investoren – 12 ausländische Unternehmer –  bereit sind, tief in die Tasche zu greifen. 17 Milliarden Euro sind nämlich für den Bau in der Wüste veranschlagt. Das ist mehr als doppelt soviel wie die Ausrichtung der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona kostete und fünf Mal das Budget, über das das spanische Umweltministerium in diesem Jahr verfügte. Nach Las Vegas soll Gran Scala die zweitgrößte Kasino-Stadt der Welt werden.




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