Lachen, Küsse, Spiele und Umarmungen


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Was die Kleinen den Großen raten

Politik, Wirtschaft, Nachrichten und auch das Alltagsleben – überall dreht sich in Spanien derzeit alles nur um die Krise.

Madrid – Eine soziologische Studie mit dem Titel „Eine andere Sicht der Krise“ hat sich nun ausgiebig damit beschäftigt, wie Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren die Wirtschaftskrise mitbekommen und empfinden.

Demnach haben 89% der spanischen Kinder von der Krise gehört. Sie gaben an, es handele sich um das meistbenutzte Wort zu Hause (77%), in der Schule (30%), im Fernsehen (83%) oder im Gespräch mit Freunden (14%), vor Wörtern, die den Kindern eigentlich besser gefallen, wie die Namen der Fußballstars Leo Messi und Cristiano Ronaldo.

Die Kleinen leiden unter der aktuellen Lage und ihren Auswirkungen, wenn auch anders, als man es vielleicht meinen könnte. Neun von zehn Kindern gaben der Krise die Schuld an der ständigen Erschöpfung der Eltern, ihren Sorgen, ihrer schlechten Laune, dass sie später nach Hause kommen und mehr Stunden arbeiten. Dass die Eltern weniger mit ihnen spielen, trauriger sind, weniger lächeln, sich schneller aufregen und seltener mit ihnen zum Spielplatz oder in den Park gehen.

Doch die Kinder wissen genau, was gegen die Krise hilft: Lachen, Küsse, Spiele und Umarmungen. Sie raten den Eltern, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen und eine positivere Haltung gegenüber dem Leben anzunehmen, „mit mehr Lachen“.




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