Kreditkarten auf dem Prüfstand


Testbericht der Zeitschrift REISE & PREISE

Neben der Möglichkeit, bargeldlos im Ausland zu bezahlen, werben viele Kreditkartenfirmen mit einem umfangreichen Schutz für Reisende, darunter Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherungen.

Doch aufgepasst: Die meisten Kreditkarten bieten nur dann ausreichend Versicherungsschutz, wenn die Reise auch mit der Karte bezahlt wird. Das ergab ein Test der Zeitschrift REISE & PREISE von 13 Kreditkarten.

Nur zwei Kreditkarten wurden als »sehr empfehlenswert« eingestuft. Die Barclaycard »Platinium Double« beinhaltet neben einer Reise-rücktritts- und Krankenversicherung eine Reisegepäck- und eine Reiserechtsschutzversicherung, die auch dann gelten, wenn die Reise auf anderem Wege bezahlt wurde. Unabhängig von der Zahlungsart sind auch die Reiseversicherungen der »Reisecard Gold« von der Hypovereinsbank, die als zusätzliches Extra eine Reisegepäckversicherung und einen Kfz-Schutzbrief (ab 50 km vom Heimatort) beinhaltet.

Abgesehen von der „VR Goldcard“ (Testurteil »empfehlenswert«) und den zuvor Genannten fielen beim Versicherungscheck alle Kreditkarten durch. Wenn Versicherungen nur dann einspringen, wenn die Rechnung mit der Kreditkarte beglichen wird, sind diese im Regelfall wertlos. So akzeptieren die meisten Reisebüros keine Kreditkarten, weil die Margen oft geringer sind als die Gebühren, die die Kreditkartenunternehmen ihnen später in Rechnung stellen. Bei Buchungen im Internet fallen bei der Zahlung per Kreditkarte oftmals Zusatzgebühren an.

Zu den Testverlierern gehören neben der »Gold Card« von American Express und der »Classic Card« von Diners Club die »Gold« der Deutschen Bank (alle »weniger empfehlenswert«). Durchgefallen sind auch die Spezialkarten »TUI Card Gold« (gilt nur für TUI Reisen) und die »Airberlin Card« (Versicherungen gelten nur für Geschäftsreisen). Wenig besser schnitten Lufthansas »Miles & More Classic« und die »Mobil Karte Gold« vom ADAC ab (beide »bedingt empfehlenswert«), die insgesamt als zu produktbezogen eingestuft wurden.

Viele der Premiumkarten, bemängelten die REISE & PREISE-Tester, seien zudem zu teuer: »Wer bis zu 140 Euro im Jahr an Gebühren bezahlt, kann dafür ein umfangreiches Leistungspaket erwarten, das andere Versicherungen überflüssig macht«.

Der Testbericht ist in der neuen Ausgabe von REISE & PREISE erschienen, die jetzt im Zeitschriftenhandel erschienen ist.




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