König Juan Carlos empfängt die Balearen-Regierung


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Dank an das Königshaus für die moralische Unterstützung nach dem Attentat

König Juan Carlos hat in seiner Sommerresidenz, dem Almudaina-Palast in Palma de Mallorca, Vertreter der Regierung der Balearen empfangen, um über die Auswirkungen des kürzlich erfolgten Bombenanschlags zu beraten, bei dem zwei Beamte der Guardia Civil getötet wurden.

Mallorca – Balearen-Präsident Francesc Antich, der Bürgermeister von Calviá, und der Präsident des Hotelierverbandes der Insel berichteten dem König über die Auswirkungen, die dieser schreckliche Terroranschlag auf den Tourismus hatte.

Sowohl Antich als auch die Hoteliers dankten dem König und seiner Familie für die geleistete moralische Unterstützung, indem sie wie gewohnt ihren Urlaub auf der Insel angetreten und damit keinerlei Angst vor den ETA-Terroristen gezeigt hatten. Sowohl das Königspaar, Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia mit ihren beiden Kindern als auch die beiden Prinzessinnen Elena und Cristina mit ihren Familien bewegen sich wie normale Urlauber in Palma.

Spaziergang auf der Promenade

Regelmäßig machen Prinz Felipe und seine Frau Letizia mit ihren kleinen Töchtern Leonor und Sofia Spaziergänge auf der Meerespromenade. Im Hintergrund die Skyline der mittelalterlichen Stadt, gekrönt von zwei historischen Bauwerken – der Kathedrale und dem Almudaina-Palast, der Ferienresidenz des Königshauses. Prinz Felipe zeigt den Kleinen das Gebäude, doch sie interessieren sich mehr für einen kleinen See, in dem sie Fische vermuten.

Der kleinen Familie folgt ein Schwarm von Fotografen der nationalen und internationalen Medien. Und einer Grup­pe italienischer Touristen gelingt es sogar, die strengen Sicherheitsbeamten zu überzeugen und ein Gruppenfoto mit der königlichen Familie zu machen, das sie als ungewöhnliche Urlaubserinnerung mit nach Hause nehmen. An derartigen Gesten ist das Königshaus höchst interessiert, um den Eindruck zu vermitteln, dass sich auf Mallorca nach dem Bombenanschlag nichts verändert hat.

Der ETA-Terrorismus, so versicherten die Inselbehörden, habe sich nicht negativ auf den Tourismus Mallorcas ausgewirkt. Lediglich 55 Stornierungen habe es nach dem Attentat gegeben, und zwar alle in Palmanova-Magalluf, dem Ort des Anschlags. Das sei absolut unbedeutend bei der Kapazität von 123.000 Betten, über die die Insel verfügt.

ETA schlägt erneut zu

Nur wenige Tage nach dem Empfang im Almudaina-Palast ließ ETA erneut vier Bomben hochgehen. Die Sprengsätze waren jedoch kleiner, und die Terroristen hatten die Attentate zuvor telefonisch angekündigt, so dass die Polizei die entsprechenden Einrichtungen – zwei Restaurants und ein Geschäftszentrum – absperren konnte und niemand zu Schaden kam. Nur einen Tag zuvor hatte die Terrororganisation die Verantwortung für die vorhergegangenen Anschläge übernommen. In Burgos auf ein Polizeigebäude, wo mehr als sechzig Personen verletzt wurden, sowie in Palmanova auf Mallorca, wo ein Polizeiauto in die Luft flog und zwei Polizisten starben.




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