König Felipe beim Mobile World Congress

Ministerpräsident Sánchez (l.), König Felipe VI. (M.) und Pere Aragonès, Präsident der katalanischen Generalitat (r.), bei der Eröffnungszeremonie des MWC Foto: EFE

Ministerpräsident Sánchez (l.), König Felipe VI. (M.) und Pere Aragonès, Präsident der katalanischen Generalitat (r.), bei der Eröffnungszeremonie des MWC Foto: EFE

Der Monarch ist kein gern gesehener Gast in Katalonien

Barcelona – Der Mobile World Congress (MWC) fand heuer vom 28.02. bis 03.03.2022 in Barcelona statt. Die jährliche Messe gehört inzwischen zu einem der wichtigsten Termine der Branche. Die Fachmesse versteht sich als Schaufenster für Handys, mobiles Internet und mobile Anwendungen. Neben Produktinnovationen und Seminaren werden aktuelle Trends der Branche besprochen und präsentiert.

Der spanische König wird eher selten zu Veranstaltungen in Katalonien eingeladen, da die autonome Region von Spanien unabhängig werden möchte. Nachdem die vorherige konservative PP-Regierung dieses Problem zur Seite geschoben hatte, bemüht sich die aktuelle sozialistische Regierung, eine befriedigende Lösung für beide Seiten zu finden. Die Annäherung zwischen den Vertretern des Staates und der autonomen Region beim MWC ist deshalb umso bedeutungsvoller.

Wie üblich, nahm Pere Aragonès, der Präsident der katalanischen „Generalitat“, nicht an der offiziellen Begrüßung des Monarchen teil, ebenso wenig wie die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau. Aragonès traf sich jedoch vor dem Eröffnungsdinner mit dem König, und beide unterhielten sich über den Russland-Ukraine-Konflikt. Nach dem Gespräch mit dem König unterhielt sich Aragonès mit Ministerpräsident Sánchez und der Vizepräsidentin Nadia Calviño. Aragonès und Colau verurteilten die russische Offensive scharf.

Krieg in der Ukraine allgegenwärtig

Während des Eröffnungsdinners nahm König Felipe VI. erstmals zum Einmarsch Russlands in die Ukraine öffentlich Stellung. Er bezeichnete ihn als „inakzeptable Aggression gegen eine souveräne und unabhängige Nation“. Er versicherte, dass Spanien gemeinsam mit der EU und der internationalen Gemeinschaft, die in diesem Krieg eine Bedrohung für Europa und die Weltordnung sieht, Hilfe leisten wird. Spanien würde mit seinen Partnern zusammenarbeiten, um den Frieden wiederherzustellen. Ministerpräsident Pedro Sánchez, der ebenfalls anwesend war, verglich die Koexistenz und Zusammenarbeit, für die der Kongress steht, mit der Barbarei und dem Krieg, den Putin führt. In seiner Rede betonte er, dass Spanien mit Schlagkraft reagieren und humanitäre Hilfe entsenden werde. Weiterhin teilte Sánchez auf Twitter mit, er habe mit dem ukrainischen Präsidenten gesprochen, um die Unterstützung und Solidarität Spaniens angesichts des inakzeptablen Einmarschs zu bekunden.

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