Kirche erhebt schwere Anschuldigungen gegen die Regierung


Die Regierungsmaßnahmen forderten zur Promiskuität auf und seien eine Verachtung des Lebens

Schon seit Beginn der Regierungszeit der Sozialisten sind die Beziehungen zur katholischen Kirche gespannt. Zu sehr widerstreben Gesetze wie das Recht auf Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare dem Geist der Kirchenväter.

Madrid – In einer Mitteilung mit dem bedeutungsträchtigen Namen „Für eine Kultur des Lebens“ greifen die Bischöfe die sozialistische Regierung nun erneut scharf an und zeichnen ein apokalyptisch anmutendes Bild von Spanien. So wird der Regierung unter anderem vorgeworfen, durch die von ihr verabschiedeten Gesetze die sexuelle Promiskuität in Spanien zu fördern und den Schutz des Lebens zu missachten.

Wörtlich heißt es in dem von dem Bischöflichen Unterausschuss für die Familie und den Schutz des Lebens unterzeichneten Dokument unter anderem: „Jüngste Gesetzesänderungen haben dazu geführt, dass Spanien weltweit eine der Gesetzgebungen hat, die am wenigsten für den Schutz des menschlichen Lebens eintritt.“ Die Promiskuität fördere die Regierung unter anderem durch die Schaffung falscher Hoffnungen wie, dass die Nutzung von Präservativen oder der „Pille für danach“ geschützten Sex ermöglichen, heißt es weiter.

Des Weiteren wird die Regierung dazu aufgefordert, teils seit über 20 Jahren geltende Rechte wie die Scheidung, Abtreibung und künstliche Befruchtung wieder abzuschaffen.

Die Bischöfe rufen die Bürger in diesem Zusammenhang dazu auf keine Regierung zu unterstützen, die Gesetze verabschiedet, die „auf die eine oder andere Art und Weise gegen den heiligen Wert des Lebens verstoßen“.

Außerdem wird in der Mitteilung auch hart mit „gewissen“ Medien ins Gericht gegangen, die „die freie Regulierung der Abtreibung und der Sterbehilfe“ verbreiten und vertreten. Alles Themen, die in diesen „gewissen Medien“ immer wieder behandelt werden und dazu führen können „das Gewissen der Menschen einzuschläfern“.




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