Keine Mogelpackungen mehr bei den Flugpreisen


Die Maßnahme soll noch in diesem Jahr greifen

Noch in diesem Jahr soll der Beschluss des Europaparlaments rechtskräftig werden, demzufolge den Flugesellschaften untersagt wird, Flugtickets für ein oder zwei Euro anzubieten, die dann in Wahrheit wesentlich teuerer sind, weil Treibstoffzuschläge, Steuern, Versicheurngen etc. auf den angeblichen Super-Billig-Preis aufgeschlagen werden.

Straßburg – Diese Maßnahme ist speziell an Billig-Charter wie Ryan­air oder Easyjet gerichtet, die im Internet mit diesen angeblichen Billigtarifen Kunden anlocken, die dann im End-  effekt feststellen müssen, dass der Flug keineswegs „billig“, sondern im Gegenteil letztlich dann doch richtig teuer ist.

„Diese Internet-Praktiken sind schlichtweg irreführend“, sagte der litauische Europaabgeordnete Arunas Degutis, der den Unterlassungsantrag vor das Parlament brachte. Und der britische Sozialist Brian Simpson kommentiert: „Die Billigcharter haben hier Tricks perfektioniert, die die Kunden frustrieren müssen. Die neue Transparenz kann sich nur positiv auswirken, und ich hoffe, dass damit die Verschleierungstaktiken einiger Fluggesellschaften ausgemerzt werden, die letztlich als Betrugsversuch am Kunden gewertet werden müssen, weil ihnen vorgegaukelt wird, dass sie ein Billitgticket ergattern können, wo in Wahrheit das genaue Gegenteil der Fall ist.“

Die neue Regelung soll möglichst noch in diesem Jahr greifen, spätestens aber Anfang 2009.

Zu hoffen ist, dass auch die „Großen“ unter den Reiseveranstaltern im Zuge dieser Maßnahmen künftig in ihren Web-Angeboten den realen Endpreis nennen, den sie dann ja bei der Buchung noch einmal aufschlüsseln können. Auch da ist es nämlich frus­trierend, wenn ein Flug auf die Kanarischen Inseln, der zu­nächst mit einem Preis von beispielsweise rund 80 Euro angeboten wird, anschließend mit weit über 100 Euro ausgewiesen wird.




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