Kein Recht auf Privatsphäre?


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Schwester von Prinzessin Letizia ist gegen ihren Willen „von öffentlichem Interesse“

Die Schwester von Prinzessin Letizia, Telma Ortiz, hat ihren Kampf um Privatsphäre verloren. Zumindest in erster Instanz. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten und Vater ihrer Tochter, Enrique Martín Llop, hatte sie ein Gericht in Toledo dazu angehalten, vorbeugende Maßnahmen gegen 57 Medien zu verhängen, um zu verhindern, dass diese sie weiter tagtäglich verfolgen.

Toledo – Während offizieller Anlässe, an denen sie als Familienangehörige der Prinzessin teilnehmen müsse, sei es verständlich, dass auch über sie in den Medien berichtet würde. Nicht so jedoch in ihrem Privatleben.

Das Gericht hat dieses Ansinnen jedoch abgewiesen. Die Kläger seien sehr wohl als „Persönlichkeiten von öffentlichem Interesse“ anzusehen, wurde dies unter anderem begründet. Das Paar darf jetzt nicht nur weiterhin auf Schritt und Tritt verfolgt und fotografiert werden, es muss auch die Kosten der Verhandlung tragen, die sich auf etwa 50.000 Euro belaufen.

Ob es seinen Kampf um Privatsphäre dennoch weiter verfolgen wird, ist noch ungewiss. Zumindest hat sein Anliegen eine Debatte darüber in Spanien ausgelöst, was mehr wiegt, das Recht auf Privatsphäre oder das Recht auf Information.




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