Kein Public Viewing während der Fußball-EM


Barcelona will die Ruhe der Bürger respektieren

Die Fraktion der Partido Popular in der Stadtverwaltung von Barcelona hat beantragt, dass an zentralen Plätzen der katalanischen Hauptstadt Großleinwände aufgestellt werden. Die Bürger sollen die Möglichkeit haben, die Spiele der Fußball-Europameisterschaft zu verfolgen. 2010, so argumentiert der Sprecher, sahen mehr als 75.000 Personen auf der Avenida María Cristina die wichtigsten Begegnungen.

Die Antwort aus dem Rathaus war kurz aber bestimmt: „In diesem Jahr wird es keine Großleinwände geben“, hieß es aus der Kommission für soziale Rechte, Kultur und Sport. „Wir erhalten sehr viele Anfragen für die unterschiedlichsten Sport-Events“, erklärte die Leiterin Maite Carranza. „Wir müssen das Bedürfnis der Bürger und Bürgerinnen auf Ruhe respektieren, ob es sich um sportliche, kulturelle oder kommerzielle Events handelt. Es ist sicherlich ein sehr wichtiges Ereignis, aber es dauert viele Tage. Und sämtliche Spiele werden ja auch im Fernsehen übertragen“.

„Wir halten es nicht für angebracht, diese öffentlichen Übertragungen zu ermöglichen“, hatte auch Bürgermeisterin Ada Colau wissen lassen. „Sollte sich die eine oder andere Plattform dafür entscheiden, eine Übertragung zu organisieren, werden wir über den geeigneten Ort entscheiden“, lautet ihr Angebot. 

Ganz besonders aus dem Gebiet um die Avenida María Cristina erhalte die Stadtverwaltung die meisten Klagen und die Forderung der Anwohner nach mehr Ruhe.




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