Katalonien wird E-Zigarette verbieten


Gesundheitsressort will nicht auf Langzeitstudie warten

Zwar gibt es noch keine präzisen Erkenntnisse über die (Un-)Schädlichkeit von elektronischen Zigaretten und auch keine gesetzliche Regelung seitens der EU und des spanischen Gesundheitsministeriums. Doch die katalanische Regionalregierung ist sich sicher, dass die E-Zigaretten für die Gesundheit nachteilig sind, und will den Konsum zumindest in den der öffentlichen Verwaltung gehörenden Gebäuden verbieten.

Barcelona – Das könnte das Aus für die elektronischen Zigaretten auch in katalanischen Krankenhäusern, Ärztezentren, Schulen und Universitäten bedeuten. Das Gesundheitsressort hat darüber hinaus einen Gesetzentwurf im Regionalparlament eingebracht, der erreichen soll, die elektronische Zigarette denselben gesetzlichen Beschränkungen zu unterwerfen wie die „normale“ Zigarette, sprich einem Verkaufsverbot an Minderjährige und einem Konsumverbot in geschlossenen Restaurants und Bars.

Eigenen Angaben zufolge verfolgt die Regionalregierung mit der Regelung das Ziel, den Jugendlichen eine „neue Tür zur Tabakabhängigkeit“ regelrecht vor der Nase zuzuschlagen. Das Gesundheitsressort betonte, der Rauch der E-Zigaretten beinhalte „potenziell schädliche Stoffe“ und es sei „bewiesen, dass schon der kurzzeitige Konsum von elektronischen Zigaretten sich auf die Lungen ähnlich auswirke wie der Konsum der herkömmlichen Glimmstengel“.




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