Katalonien verbietet Happy Hour


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Das neue Gesetz soll die Einladung zum exzessiven Alkoholkonsum unterbinden

Katalonien hat trotz Widerstands in Form von zehn Abänderungsanträgen ein neues Gesetz im öffentlichen Gesundheitswesen verabschiedet, das die Happy Hour in Bars und Diskotheken verbietet.

Barcelona – Künftig wird es keine sogenannten „2×1“-Angebote mehr geben, bei denen der Kunde ein Getränk bezahlt und ein weiteres kostenlos dazuerhält. Lokale, die das neue Gesetz zu umgehen versuchen, indem sie die Preise für alkoholische Getränke herabsetzen oder Sonderpreise anbieten, müssen mit Strafen zwischen 6.000 und 600.000 Euro rechnen.

Der katalanische Chef für Gesundheitswesen, Antoni Plasencia, bezeichnete das neue Gesetz als eine Maßnahme zur Anpassung an eine „neue gesellschaftliche Realität“, in der in manchen Kreisen der massive Alkoholkonsum gefördert wird.

Außerdem verpflichtet sich die katalonische Regierung mit dem neuen Gesetz zur Finanzierung von Raucherentwöhnungen. Mit diesem Gesetz, das auf Prävention setzt, um die Kosten des Gesundheitswesens langfristig zu senken, wird die Region Katalonien zum Vorreiter in Spanien. Nicht nur Raucherentwöhungen sollen von Regierungsseite unterstützt werden, auch die Förderung sportlicher Aktivitäten und einer gesunden Ernährung.




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