Jeder dritte Bootsflüchtling stirbt


Dem Bericht einer Hilfsorganisation zufolge kamen in 2006 mindestens 1.167 Immigranten ums Leben

Die offizielle Zahl der Toten liegt den Schätzungen und Zählungen der Hilfsorganisation APDHA (Asociación Pro Derechos Humanos de Andalucía) zufolge bei 1.167, doch in dem Bericht wird eingeräumt, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer weitaus höher – bis zu 7.000 – liegen kann.

Madrid – Laut APDHA kamen 2006 knapp 80 % der Menschen, die bei einer Überfahrt in einem Cayuco ums Leben gekommen sind, aus dem Gebiet der Westsahara, in weitaus geringerer Zahl werden Marokkaner und Asiaten aufgeführt. Dabei warnt die Hilfsorganisation, dass die neue Generation junger Afrikaner es mittlerweile als Notwendigkeit ansieht, ihre Heimatländer zu verlassen und so von einem Ort zu fliehen, an dem sie keine Zukunftsperspektiven haben. 

Aus dem Bericht der andalusischen Hilfsorganisation geht außerdem hervor, dass auf den Kanaren im vergangenen Jahr 33.126 illegale Immigranten in Gewahrsam genommen wurden (in 2005 waren es 4.700). Spanienweit spricht APDHA von 47.102 Festnahmen in 2006 (in 2005 waren es 11.781).




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