Initiative pro familia


Schulen blieben während der Weihnachtsferien geöffnet

Erstmalig öffneten während dieser Weihnachtsferien in drei Autonomen Regionen einige Schulen ihre Tore, um Kinder zu betreuen, deren Eltern arbeiten mussten. Insgesamt waren es 255 Vor- und Grundschulen für Kinder zwischen 3 und 12 Jahre in den Regionen Madrid, Katalonien und Castilla y León, die auch während der Ferienzeit geöffnet blieben.

Madrid – Die über 13.000 Schüler, deren Eltern diese Initiative dankbar akzeptierten, mussten nicht etwa weiter „pauken“, sondern hatten Gelegenheit, die verschiedensten außerschulischen Aktivitäten auszuprobieren.

Initiatoren dieser Maßnahme zur besseren Vereinbarkeit von Arbeits- und Familienleben waren jedoch nicht etwa die nationalen Behörden, sondern die Schulen selbst, die in Zusammenarbeit mit den Elternverbänden und unterstützt von den Stadtverwaltungen die Betreuung der Kinder organisierten.

In Spanien gibt es nach Angaben des nationalen Statistikinstituts Ine rund 320.000 alleinerziehende Elternteile. Die Anzahl der Haushalte mit Kindern, in welchen beide Eltern arbeiten, beläuft sich auf über zwei Millionen. Diese Zahlen und die Tatsache, dass Spanien eines der europäischen Länder mit den meisten schulfreien Tagen ist, veranschaulicht deutlich die Schwierigkeiten, denen sich Eltern hierzulande ausgesetzt sehen. Denn nicht immer ist ein Familienangehöriger oder Freund des Hauses zu Stelle, um die Kinder etwa während der fast drei Monate dauernden Sommerferien zu betreuen.

Wiederholt haben deswegen Elternvereinigungen gefordert, dass die Schulen nicht nur zur Unterrichtszeit geöffnet sind, sondern ihre Betreuung ausweiten bzw. den Notwendigkeiten der heutigen Zeit angepasst werden. „Uns Eltern würde es natürlich sehr gefallen, mehr Zeit für unsere Kinder zu haben, doch solange die Realität noch anders aussieht, ist uns jede Initiative dieser Art ein große Hilfe“, erklärte diesbezüglich Lola Abelló, Vorsitzende der Elternvereinigung Ceapa.




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