In Spanien hergestellte Autos werden zum Export-Schlager


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Das erhebliche Wachstum bei Produktion, Verkauf und Export katapultierte Spanien weltweit auf den 8. Platz

Die in Spanien ansässigen Automobilhersteller frohlocken: Bereits im vergangenen Jahr wurden die Produktionszahlen aus den Zeiten vor der Krise wieder erreicht und gleichzeitig Brasilien im weltweiten Ranking vom achten Platz verdrängt. Das berichtete dieser Tage die Internationale Automobilherstellervereinigung (OICA).

Das Ranking wird weiterhin von China angeführt. Der asiatische Gigant stellt sogar mehr als die doppelte Menge von Fahrzeugen her wie die zweitplatzierten USA, nämlich 24,5 Millionen gegenüber 12,1 Millionen. An dritter Stelle steht Japan.

Im vergangenen Jahr steigerten die spanischen Automobilhersteller ihre Produktion um beachtliche 13,7% auf 2,7 Millionen Fahrzeuge. Auf der anderen Seite brach im kriselnden Brasilien die Produktion um 23% auf 2,4 Millionen ein, sodass Spanien das südamerikanische Land vom achten Platz verdrängen konnte. Parallel dazu stieg 2015 der Verkauf im Binnenland um 14% an, in Brasilien ging er dagegen erheblich zurück.  

Von den 2,7 Millionen in Spanien gebauten Fahrzeugen wurden nur 1,2 Millionen im Inland verkauft und über die Hälfte ins Ausland exportiert, was nach Expertenmeinung bedeutet, dass die in Spanien hergestellten Autos international hohe Anerkennung genießen. Auch wird das gute Exportgeschäft als Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung gewertet. In Spanien gibt es Fabriken von Mercedes, Nissan, VW, GM Renault, PSA Peugeot Citroen, Iveco, Ford und Seat.

Zu den ersten zehn auf der Liste der größten Hersteller-Staaten gehören auch Deutschland, Süd-Korea, Indien, Mexiko, Spanien, Brasilien und Kanada. Frankreich dagegen bleibt außen vor, und Russland erlebt eine starke Rezession. Im ehemaligen Zarenreich brachen die Verkäufe im vergangenen Jahr um 45% ein, die Produktion wurde um 27% auf 1,4 Millionen Einheiten gedrosselt. Diverse ausländische Hersteller zogen sich zurück. 

Weiterhin teilte die OICA mit, dass 2014 zum ersten Mal eine Stückzahl von 1,2 Milliarden neu produzierten Kraftfahrzeugen weltweit erreicht wurde. 




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