In Spanien gibt es 16,7 Millionen „Mileuristas“


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63% der arbeitenden Bevölkerung verdienen weniger als 13.400 Euro brutto jährlich

Mileuristas nennt man hier die Menschen, welche um die tausend Euro (mil euros) monatlich verdienen. Insgesamt 18,3 Millionen Arbeitnehmer haben ein monatliches Bruttoeinkommen unter 1.100 Euro; das sind 63% der arbeitenden Bevölkerung und 5% mehr gegenüber der letzten Erhebung aus dem Jahr 2006.

Madrid – Das geht aus einer Studie hervor, die durch Techniker des Finanzministeriums ausgearbeitet wurde.

Nach der Studie, für die die Daten der Steuerzahler von Lohnsteuer für Arbeitnehmer und Rentenempfänger sowie die letzte statistische Erhebung der Einkommensteuererklärungen herangezogen wurden, existieren in Spanien 16,7 Millionen Arbeiter und Angestellte, deren jährliches Bruttoeinkommen unter 13.400 Euro liegt. Das Durchschnitts­einkommen auf nationaler Ebene dagegen liegt bei immerhin 18.087 Euro brutto.

Weiterhin ist der Studie zu entnehmen, dass es in Spanien rund 1,6 Millionen Unternehmer und Freiberufler gibt, die ebenfalls zu der Gruppe der mileuristas gehören und weniger als 1.100 Euro monatlich zur Verfügung haben. Das sind etwa 75% der selbstständig arbeitenden Personen.

Im regionalen Vergleich gibt es die meisten mileuristas in Extremadura (74,7%) gefolgt von den Kanaren (69,1%), Galicien hat 69%, Andalusien 69%, Murcia 68,7% und Castilla – La Mancha 67,4%.

In der Region Madrid müssen nur 50,7% der Arbeiter mit 1000 Euro auskommen, in Asturien 54,8% und Katalonien 55,2%. In den vier Regionen mit den höchsten Einwohnerzahlen leben 60% dieser Geringverdiener. An der Spitze liegt Andalusien mit 3,4 Millionen.

Was das jährliche Durchschnittseinkommen der Arbeitnehmer betrifft, so liegt Ma­­drid mit 22.870 Euro brutto auf Platz eins. Es folgt Katalonien mit 20.097 Euro und Aragon mit 18.985 Euro. Die Kanarischen Inseln liegen mit 15.545 Euro Durchschnittseinkommen auf dem vorletzten Platz der nationalen Statistik.




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