Im Wahlkampf zurück zum Ursprung


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Linkspartei Podemos will weniger Massenwahlkampf und mehr bürgernahe Veranstaltungen

Ende Oktober stellte Podemos-Generalsekretär Pablo Iglesias sein Wahlkampfteam, bestehend aus Sergio Pascual, Carolina Bescansa, Íñigo Errejón und Irene Montero, vor. Iglesias hält unbeirrt daran fest, die Generalwahlen am 20. Dezember auf jeden Fall gewinnen zu wollen.

Nach dem Wahlsieg wolle die Partei die Verfassungsreform anstoßen und die Art des Regierens grundlegend verändern, so der Parteichef. In diesem Sinne schließt das Video zur Wahlkampagne folgendermaßen ab: „Zusammen haben wir die spanische Politik verändert. Nun müssen wir die Art des Regierens verändern.”

Wahlkampfleiter Íñigo Errejón erklärte, zwar würden der Partei die großen Wahlkampfveranstaltungen zusagen, doch sei geplant, viele kleine Veranstaltungen durchzuführen, um „zuhören, notieren, antworten, sehen und hören” zu können – ganz im Sinne der Ursprungsbewegung des 15-M. Im Frühjahr 2011 hatte eine Welle aus Bürgerprotesten gegen die politischen und wirtschaftlichen Missstände Spanien erfasst, die als Bewegung des 15. Mai in die Geschichte einging.

Pablo Iglesias fügte hinzu, viele Politiker anderer Couleur würden versuchen, den Modestil, die Art des Redens und die Vorschläge von Podemos zu kopieren, doch sei dies bei der „Hardware” unmöglich. „Wir können Schwächen haben, aber wir sind authentisch,” betonte Iglesias.




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