Hoffnungslosigkeit und Resignation breiten sich aus


Spanier schauen in eine düstere Zukunft

Aus der neuesten Umfrage des Zentrums für Soziologische Studien (CIS) geht hervor, dass die Spanier äußerst pessimistisch in die Zukunft blicken.

Madrid – Hauptsorge der Bevölkerung ist weiterhin die Arbeitslosigkeit, doch auch die Wirtschaftskrise lastet schwer auf des Volkes Seele, gefolgt von der weit verbreiteten Korruption und dem anwachsenden Misstrauen gegenüber den Politikern.

Der Großteil der 2.500 Befragten bezeichnete die wirtschaftliche Lage des Landes als schlecht (90%). Fast die Hälfte (42%) glauben, dass sich diese innerhalb der nächsten zwölf Monate sogar noch verschlechtern wird.

Angesichts der allgemeinen Resignation wundert es kaum, dass 43% der befragten Arbeitslosen eine erneute Anstellung innerhalb des nächsten Jahres als „kaum wahrscheinlich“, 23% als „unwahrscheinlich“ einschätzen.

Stärkung von Staat und Nation

Bei der Anfang Mai durchgeführten Studie befragte das CIS die Teilnehmer auch nach ihrer Einstellung zum Zentralstaat und zu den autonomen Regionen. Die Mehrheit (32%) befürwortet die Beibehaltung des aktuellen Modells, das heißt, eines Staates mit autonomen Regionen. Für eine Abschaffung der Autonomien plädierten 21%, für eine Stärkung dieser gegenüber dem Staat gerade mal 14%.

Mehr als die Hälfte der Befragten (53%) äußerte, sich gleichermaßen als Spanier wie auch als Bürger seiner autonomen Region zu fühlen. Bei 15% überwog die nationale Zugehörigkeit, bei nur 6% die regionale.




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