Herzogin gründete Hilfswerk für verarmte Adelige


Stiftung zugunsten von „peinlichen Armen“ und „vereinsamten, verarmten Alten“

Die Stiftung Marquesa de Balboa Ancianos Solitarios Venidos a Menos zugunsten „einsamer verarmter Senioren“ ist jetzt offiziell ins Stiftungsregis­­ter aufgenommen.

Madrid – Die Stiftung ist „zur Pflege von peinlichen Armen und vereinsamten und verarmten alten Menschen bestimmt, die allein und unter prekären Umständen oder bei ihren Familien oder anderen Menschen leben, denen sie eine Last sind, oder in Pflegeheimen mit mangelhaftem Hygiene- und Pflegesystem untergebracht sind, wo sie  lieblos behandelt werden.“ So steht es wörtlich im Gründungsprotokoll.

Weiter ist hier zu lesen: „Vor­­rangig sollen Frauen betreut werden, und hier sollen wiederum diejenigen Frauen bevorzugt werden, die einst gut situiert waren, aus höhergestellten gesellschaftlichen Kreisen ähnlich denen der verstorbenen Herzogin von Balboa kommen, Unterstützung brauchen und sich schämen, diese zu beantragen oder keine Unterstützung bewilligt bekommen.“

Der Wunsch der verstorbenen Herzogin von Balboa, mit dieser Stiftung vorzugsweise verarmten Frauen aus höheren gesellschaftlichen Kreisen zu helfen, wird mit einem Eingangskapital von 601.012,10 Euro für die Stiftung besiegelt. Es handelt sich also im Klartext ganz offensichtlich um ein Hilfswerk für verarmte Adelige.

Die Namen der Stiftungsratsmitglieder lesen sich dann auch standesgemäß: Präsidentin ist die Gräfin von Torrellano, Vizepräsidentin die Herzogin von Villamantilla de Perales, und fast sämtliche Mitglieder tragen den Familiennamen der Borbonen.




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