Halbzeit 3


Ein Artikel von Ottmar Beck (Alltrust AG)

Im letzten Artikel haben wir die beiden Themen Aktien und festverzinsliche Wertpapiere besprochen. Heute wollen wir noch auf die Rohstoffaktien, Währungen und das wichtigste Thema, die Strategie eingehen.

Rohstoffaktien

Die Wachstumssorgen dürften dafür sorgen, dass die Rohstoffpreise in den kommenden drei bis sechs Monaten seitwärts tendieren. Längerfristig werden die Rohstoffpreise jedoch weiter steigen. In den letzten beiden Monaten kam es zwar zu einer starken Korrektur der Erdölpreise. Die globale Nachfrage wächst aber weiter, da außerhalb der OECD der Konsum stetig steigt. Die Geschehnisse im Nahen Osten und in Nordafrika zeigen auch auf, wie unsicher ein Großteil der weltweiten Erdölproduktion ist. Die Kohleexporte sind derzeit weltweit auf dem höchsten Niveau, die Produktionskapazitäten sind ausgereizt und die Preise steigen weiter. Wegen neuer Emissionsschutzgesetze und dem Wettbewerb von Erdgas sind die Kurse unserer Kohleminenaktien jedoch gefallen.

Trotz der kurzfristigen Kursrückgänge halten wir an unseren Investments besonders in den Bereichen Agrar, Kohle, Öl und Gold fest.

Devisen

Selten wird eine Diskussion mit so viel Emotionen geführt wie die Diskussion um den Euro. Schon bei der Ratifizierung der Maastrichter Verträge hat die ganze angelsächsische Welt den Euro geschlossen zur Fehlgeburt erklärt. Und jetzt im Rahmen der Griechenlandkrise wiederholt sich das Gleiche. Nehmen wir einmal an, Deutschland würde alle Schulden von Griechenland, Irland und Portugal übernehmen, dann würde das Verhältnis von Schulden und Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 30 Prozent steigen. Im Zuge der Wiedervereinigung 1990 stieg die deutsche Verschuldungsquote über die Jahre um 60 Prozent. Nicht, dass Deutschland die Schulden der GIP-Länder übernehmen sollte, aber es zeigt, wie der Markt das Problem überbewertet. Schließlich gibt es in Deutschland immer noch den Solidaritätszuschlag, vielleicht bald auch europaweit.

Hart, härter, Franken

Die globalen Kapitalströme fließen zurzeit in diese kleine Währung und schädigen die Schweizer Wirtschaft enorm. Schon jetzt werden einige Produktionskapazitäten ins Ausland verlegt und einige Firmen versuchen, die Löhne ihrer Mitarbeiter an den Euro-Franken-Wechselkurs zu binden.

Strategie

Viele Anleger, die noch Geld investieren wollen, haben – so der Anschein – nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die nervöse Seitwärtsbewegung der Märkte in den vergangenen Monaten hat sowohl Optimisten als auch Pessimisten zermürbt. Einmal malen die Auguren Inflationssorgen an die Wand, um dann wiederum die Furcht vor einer Deflation zu schüren. Wo also investieren? Da wir es auch nicht wissen, bleiben wir bei unserer Strategie. Das Einzige, was es bei der Geldanlage nämlich umsonst gibt, ist die Sicherheit der Diversifikation. Wir halten also weiterhin unsere Depots breit verteilt auf Aktien, Rohstoffaktien und festverzinsliche Wertpapiere. Die Rentenwerte sind auf staatliche und Unternehmensschuldner verteilt. Darüber hinaus versuchen wir, das Risiko möglichst klein zu halten. Die Ihnen vorgestellte und von uns angewandte Methodik der Reallokation (preiswert kaufen, teuer verkaufen) führt dazu, dass wir bei einem weltweiten Wirtschaftswachstum zwar nicht in jedem Jahr, aber über die Zeit positive Ergebnisse erzielen.

Es bleibt dabei: Unser Hauptaugenmerk gilt der Erhaltung des Kapitals.

Mehr Informationen?   

Haben Sie Interesse? –

Sie können bei Herrn Robert Burlon unter der Telefon-Nr.: 922 57 54 96 Näheres erfahren.




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