Großunternehmer wurde bei der Übergabe von Bestechungsgeldern verhaftet


Auf dem Restauranttisch lagen 60.000 Euro in bar

1977 übernahm Raúl López den kleinen, von seinem Vater gegründeten Familienbetrieb namens Monbus – heute ist die Firmengruppe Marktführer auf dem Transportsektor in Galicien mit Zweigstellen in fünf weiteren Provinzen und führt den öffentlichen Transport in Mondragón durch.

Schon seit Monaten ermittelte die Polizei wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung, Bestechung, Geldwäsche und Vorteilsgewährung gegen Monbus. Mitte März kam es zur Verhaftung von Raúl López und von zwei bekannten Hoteliers aus Galicien.

Die Polizei ertappte López   auf frischer Tat in einem Restaurant. Auf dem Tisch lagen 60.000 Euro Bargeld. Die ermittelnden Beamten vermuten, dass es sich hierbei um „Vermittlungsgebühren“ handelt, die Raúl López regelmäßig an ausgewählte Hoteliers zahlte. Im Gegenzug vermittelten diese Personen seinem Unternehmen ihre Hotelgäste für Ausflüge in Galicien oder Portugal, die an der Steuer vorbei bezahlt wurden.

Im Rahmen der „Operación Condor“ wurde der Hauptsitz des Unternehmens in Mondragón gerichtlich versiegelt. Die Ermittlungen weiteten sich auf mehrere Hotels der Region aus. In diesen Unterkünften fand die Polizei mehrere mit Bargeld gefüllte Säcke, insgesamt 1,5 Millionen Euro.




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