Großumfrage nach ETA-Kommuniqué


Wenige Tage nach der überraschenden Mitteilung der baskischen Terroristenorganisation ETA, zu einer „dauerhaften Waffenruhe“ bereit zu sein, ließ das Meinungsforschungsinstitut Opina eine Großumfrage durchführen.

Madrid – Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass 56,2% der Spanier in dem ETA-Kommuniqué den „Anfang vom Ende der Gewalt“ sehen. 63,8% befinden außerdem, dass erst einmal ausgelotet werden soll, ob wirklich die Chance zu Friedensgesprächen mit den baskischen Terroristen gegeben ist. Fast derselbe Prozentsatz, 63,7%, sind außerdem der Ansicht, dass die konservative Volkspartei (PP) diesbezüglich „bedingungslos“ mit der sozialistischen Regierung zusammenarbeiten muss, während nur verschwindend geringe 2% gänzlich dagegen sind. 25,5% befinden, die PP müsse mit der Regierung zusammenarbeiten, allerdings „mit gewissen Vorbehalten“.

Besonders Aufsehen erregte in diesem Zusammenhang aber auch die Tatsache, dass sich der Vorsprung der Sozialisten bei den Umfragen seit der ETA-Mitteilung noch einmal deutlich verbessert hat. Würden demnach jetzt Wahlen stattfinden, bekäme die PSOE 46% der Stimmen, während sich die oppositionelle PP mit 38% begnügen muss.




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