Greenpeace-Aktivisten erkletterten Parteizentralen


© EFE

Protest gegen Atomkraftwerke

Die Gebäude der Parteizentralen der sozialistischen PSOE und der konservativen PP in Madrid wurden vor einigen Tagen von Fassadenkletterern bestiegen.

Madrid – Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace waren an den Fassaden der Gebäude hochgeklettert, um die beiden größten Parteien des Landes aufzufordern, auf Nuklear-Energie in Spanien zu verzichten.

Mit dieser Simultan-Aktion an zwei verschiedenen Punkten der Stadt wollten die Umweltschützer von der Politik ein verantwortungsvolles Verhalten in Sachen Energie-Versorgung verlangen. Sie nahmen das Desaster in den japanischen Atommeilern in Fukushima zum Anlass, um an die politisch Verantwortlichen die Frage zu stellen, wie lange sie noch aus rein wirtschaftlichen Interessen die Atomwirtschaft in Spanien verteidigen wollen. „Was jetzt in Japan passiert, kann genauso auch hier bei uns geschehen, denn wir haben den gleichen Typ von Reaktoren“, erklärte Carlos Bravo, der verantwortliche Leiter der Anti-Atom-Kam­pagne von Greenpeace in Spanien.

An der Parteizentrale der Sozialisten in der Calle Ferraz gelang es den Fassaden-Kletterern der Umweltschützer das Logo PSOE auszutauschen. Am Gebäude der Partido Popular in der Calle Génova hatten sie weniger Glück. Angestellte verhinderten ihren friedlichen Protest. Auf beiden Gebäuden entrollten sie jedoch große Spruchbänder mit der Aufschrift: „No más Fukushima. Nucleares, cierre ya.“ (Etwa: Kein weiteres Fukushima – Nuklearanlagen sofort schließen).




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