Gerechte Verteilung


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In der Gemeinde Salt in Katalonien leben 31.000 Menschen, 45 Prozent davon sind Ausländer. In den Nachbargemeinden dagegen liegt der Prozentsatz der ausländischen Bürger noch unter dem nationalen Durchschnitt von 16 Prozent.

Das hat Jaume Torramadé von der nationalistischen CiU auf die Idee gebracht, einen Ausgleich zu erwägen. Er habe keinesfalls die Absicht, die Ausländer loszuwerden, doch sei es gerecht und vernünftig, sie auf andere Gemeinden zu verteilen, die unter dem Durchschnitt liegen. „Es soll niemand ausgewiesen werden, es geht vielmehr darum, ein gesundes Gleichgewicht herzustellen.“ Mit solchen Thesen hatte er die Gemeindewahlen gewonnen und den sozialistischen Bürgermeister ausgebootet. Eine ähnliche Lösung schwebt ihm auch für die Schulkinder vor. Ausländische Schüler sollen auf verschiedene Schulen in den Nachbargemeinden gehen, damit auch in den Schulen seiner Gemeinde das Gleichgewicht stimmt.




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