Gefangenen-Chor


© EFE

Monatelang hatte Isabel Pantoja mit allen Mitteln versucht, den Antritt ihrer zweijährigen Haftstrafe wegen Geldwäsche hinauszuschieben.

Doch kaum hatte der Flamenco-Star die Zelle im Frauengefängnis von Alcalá de Guadaíra belegt, beschloss Isabel, die Zeit im Knast nicht nutzlos zu verbringen. Sie näherte sich ihren Mitinsassinnen einer nach der anderen, stellte sich vor, gab jeder einen Kuss und verkündete, sie habe die Absicht, einen Chor zu gründen. Offenbar möchte sie so das Vertrauen ihrer Leidensgenossinnen gewinnen, um deren Unwillen vorzubeugen, dass sie möglicherweise Vorzüge genieße. Es gab bereits Reklamationen vonseiten der Gewerkschaft der Vollzugsbeamten, die moniert hatte, ihre Zelle wäre extra neu gestrichen, die Kacheln poliert und eine neue Matratze herbeigeschafft worden.




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