Fußballer Antonio Puerta gestorben


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Drei Tage nach Zusammenbruch bei Ligaspiel des FC Sevilla

Der Spieler des spanischen Fußball-Erstligisten FC Sevilla, Antonio Puerta, war bei einem Ligaspiel im Sánchez-Pizjuán-Stadion plötzlich ohnmächtig zusammengebrochen.

Sevilla – Puerta konnte den Platz wenig später zwar aus eigener Kraft verlassen, erlitt in der Kabine jedoch einen weiteren Ohnmachtsanfall. Im Krankenhaus wurde er in ein künstliches Koma versetzt und künstlich beatmet. Das Herz des Fußballers blieb insgesamt fünf Mal stehen, er konnte jedoch jedes Mal wiederbelebt werden. Durch die Aussetzer wurde auch das Gehirn des Spielers in Mitleidenschaft gezogen. Nach drei Tagen Todeskampf verstarb Puerta am 28. August.

Fassungslosigkeit in Spanien

Ganz Spanien reagierte nach Bekannt werden des Todesfalls mit Trauer und Bestürzung. Die Leiche wurde im Stadion des UEFA-Cup-Siegers aufgebahrt, wo sich Tausende Fans von dem erst 22-jährigen Puerta verabschiedeten. Im Oktober erwartet seine Freundin ein Kind von ihm.

Die Vereinskollegen erreichte die Todesnachricht in Athen, wo sie das Rückspiel zur Champions-League-Qualifikation bestreiten sollten. Im Hotel des FC Sevilla spielten sich daraufhin dramatische Szenen ab. Teamkollegen und Präsident Jose María del Nido brachen unter Tränen zusammen. Das Spiel gegen Athen wurde abgesagt und die Mannschaft kehrte noch am Abend nach Sevilla zurück. Am darauf folgenden Tag fand die Beerdigung statt.

Die Fußballwelt ist geschockt. Real Madrid sagte gar ein Freundschaftsspiel gegen Sporting Lissabon ab, der FC Barcelona verzichtete nach dem Spiel gegen Inter Mailand um den Joan-Gamper-Pokal auf alle Feierlichkeiten. Bei allen folgenden Spielen der Primera División wurden Gedenkminuten zu Ehren Puertas eingelegt.




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