„Für die Korruption der PP wäre ein Superpolizist erforderlich“


Innenminister Rubalcaba:

Innenminister Alfredo Rubalcaba hat energisch bestritten, dass er den Generalkommissar der Kriminalpolizei beauftragt hat, die verschiedensten Korruptionsfälle in den Reihen der konservativen Partido Popular zu koordinieren.

Madrid – „Es wäre schon ein Superpolizist erforderlich, um alle Fälle zu koordinieren, in die die Partei verwickelt ist“, erklärte er.

Der Minister hat damit auf eine öffentliche Anfrage des PP-Abgeordneten Rafael Hernando geantwortet, die sich auf eine entsprechende Meldung der Zeitung „El Mundo“ bezog. Das Blatt hatte behauptet, der oberste Polizeichef habe eine Instruktion an seine verschiedenen Sektionschefs herausgegeben, dass alle Untersuchungen von relevanten Personen seiner persönlichen Kontrolle unterstehen.

Nachdem er unterstrichen hatte, dass diese Behauptung absolut falsch sei, wies er darauf hin, dass angesichts der großen Zahl von Korruptionsfällen in den Reihen der PP es absolut unmöglich sei, diese von einem Koordinator kontrollieren zu lassen, denn es handle sich um „zig“ Fälle und ebenso viele Beschuldigte. Da wäre schon ein Superpolizist erforderlich.

Er versuche einen Polizeiapparat zu organisieren, der das Leben der Anderen kontrolliere, hatte der Parlamentarier dem Minister vorgeworfen. „Tun Sie es nicht, lassen Sie von Ihren Plänen ab“, hatte er ihn unter anderem aufgefordert.

Rubalcaba erklärte seinerseits, Partido Popular sei die einzige Partei in Spanien, die wenn ein Korruptionsfall in ihren Reihen aufgedeckt wird, auf die Polizei, die Staatsanwaltschaft und auf Richter losgeht, statt auf die Verdächtigen. „Hunderte von Polizisten und Beamte der Guardia Civil muss­ten Sie untersuchen, denn bei Ihnen herrscht Korruption. Statt die staatlichen Institutionen zu beschmutzen sollten Sie Ihr eignes Haus säubern. Dafür werden Sie Tonnen von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln benötigen…“




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